Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht. Comments http://DasEndeDesSex.blogsport.de sex: engl., für biologisches bzw. körperliches "Geschlecht" Sun, 10 Dec 2017 06:11:22 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Weg mit dem Queer-Ding! Ansätze für eine queere Kapitalismuskritik ¦ Schwule Seite http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2011/10/23/geschlecht-und-kapitalistische-produktionsweise-queer-und-antikapitalismus-skizzen-fuer-neue-perspektiven/#comment-5960 Sat, 31 Aug 2013 13:17:00 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2011/10/23/geschlecht-und-kapitalistische-produktionsweise-queer-und-antikapitalismus-skizzen-fuer-neue-perspektiven/#comment-5960 [...] Hier findet sich eine Fortsetzung und inhaltliche Vertiefung: Geschlecht und kapitalistische Produktionsweise, Queer und Antikapitalismus – Skizzen für neue Perspektiven. [...] […] Hier findet sich eine Fortsetzung und inhaltliche Vertiefung: Geschlecht und kapitalistische Produktionsweise, Queer und Antikapitalismus – Skizzen für neue Perspektiven. […]

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by: Shawna W. Mejia http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/05/23/ns-diagnose-intersexualitaet-wichtige-anregung-auf-zwischengeschlecht-org/#comment-5565 Mon, 27 May 2013 15:42:45 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/05/23/ns-diagnose-intersexualitaet-wichtige-anregung-auf-zwischengeschlecht-org/#comment-5565 Sowohl vor dem Menschenrechtsrat wie am Side-Event hielt der Sonderberichterstatter über Folter diese Kritik ausdrücklich aufrecht. Gemäß der UN-Definition von Folter oder unmenschlicher Behandlung sei es keine Voraussetzung, dass kriminelle Absichten vorlägen, Nachlässigkeit sei dazu ausreichend. Sogar wenn der ursprüngliche Behandlungszweck gute Absichten verfolge, komme es letztlich auf die konkreten Auswirkungen an. Informierte Zustimmung durch die direkt Betroffenen sei zentral. Sowohl vor dem Menschenrechtsrat wie am Side-Event hielt der Sonderberichterstatter über Folter diese Kritik ausdrücklich aufrecht. Gemäß der UN-Definition von Folter oder unmenschlicher Behandlung sei es keine Voraussetzung, dass kriminelle Absichten vorlägen, Nachlässigkeit sei dazu ausreichend. Sogar wenn der ursprüngliche Behandlungszweck gute Absichten verfolge, komme es letztlich auf die konkreten Auswirkungen an. Informierte Zustimmung durch die direkt Betroffenen sei zentral.

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by: Markus Bauer http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/05/23/ns-diagnose-intersexualitaet-wichtige-anregung-auf-zwischengeschlecht-org/#comment-5553 Fri, 24 May 2013 14:48:49 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/05/23/ns-diagnose-intersexualitaet-wichtige-anregung-auf-zwischengeschlecht-org/#comment-5553 Danke für den solidarischen Post! Die Beteiligung der genannten Mediziner sind ja alle durch Quellen belegt. Inzwischen dokumentieren wir eine weitere Publikation u.a. von Naujoks, die aufzeigt, wie Intersex-Genitalamputationen an der Jahresversammlung 1933 der "Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie" (die heutige DGGG) gehandelt wurden als "geradezu prädestiniert für quantitative Bestimmungen der sog. „weiblichen“ und „männlichen“ Sexualhormone": http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/05/24/Gynaekologie-1933-Intersex-Genitalamputation-geradezu-pradestiniert-Sexualhormone Danke für den solidarischen Post!

Die Beteiligung der genannten Mediziner sind ja alle durch Quellen belegt.

Inzwischen dokumentieren wir eine weitere Publikation u.a. von Naujoks, die aufzeigt, wie Intersex-Genitalamputationen an der Jahresversammlung 1933 der „Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie“ (die heutige DGGG) gehandelt wurden als „geradezu prädestiniert für quantitative Bestimmungen der sog. „weiblichen“ und „männlichen“ Sexualhormone“:

http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/05/24/Gynaekologie-1933-Intersex-Genitalamputation-geradezu-pradestiniert-Sexualhormone

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by: Virginia Hodge http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/04/30/wichtiger-antrag-der-spd-zu-intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-wichtige-korrektur-im-vergleich-zu-den-antraegen-der-anderen-oppositionsparteien/#comment-5391 Wed, 01 May 2013 16:35:17 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/04/30/wichtiger-antrag-der-spd-zu-intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-wichtige-korrektur-im-vergleich-zu-den-antraegen-der-anderen-oppositionsparteien/#comment-5391 Viele intersexuelle Menschen haben, die falsche Entscheidung Anderer über Ihr Geschlecht schon mit Ihrem Leben bezahlt. Dies ist eine Tatsache und keine Drohung und wir wollen Ihnen als Eltern damit auch keine Angst machen. Suizid ( Selbstmord) ist einfach die Realität und lebensbegleitender Umstand zwangszugewiesener intersexueller Menschen, die einfach nur Opfer einer zugegebenermaßen potenten Gruppe von Medizinern geworden sind, die sicherlich bei Ihrem Tun nur das Wohl im Auge haben. Aber wie bereits angedeutet, betrifft dies mit Sicherheit nicht alle Mediziner, genauso wie man nicht alle Mediziner des Abrechnungsbetruges beschuldigen kann, nur weil einige wenige nicht zwischen „Mein und Dein“ unterscheiden können. Es gibt überall schwarze Schafe dort und auch bei uns, leider! Ich denke die Welt könnte viel menschenfreundlicher sein, wenn manche Zeitgenossen ihre Mitmenschen nicht nur unter dem Aspekt der Nützlichkeit für die eigene Geldbörse betrachten würden. Viele intersexuelle Menschen haben, die falsche Entscheidung Anderer über Ihr Geschlecht schon mit Ihrem Leben bezahlt. Dies ist eine Tatsache und keine Drohung und wir wollen Ihnen als Eltern damit auch keine Angst machen. Suizid ( Selbstmord) ist einfach die Realität und lebensbegleitender Umstand zwangszugewiesener intersexueller Menschen, die einfach nur Opfer einer zugegebenermaßen potenten Gruppe von Medizinern geworden sind, die sicherlich bei Ihrem Tun nur das Wohl im Auge haben. Aber wie bereits angedeutet, betrifft dies mit Sicherheit nicht alle Mediziner, genauso wie man nicht alle Mediziner des Abrechnungsbetruges beschuldigen kann, nur weil einige wenige nicht zwischen „Mein und Dein“ unterscheiden können. Es gibt überall schwarze Schafe dort und auch bei uns, leider! Ich denke die Welt könnte viel menschenfreundlicher sein, wenn manche Zeitgenossen ihre Mitmenschen nicht nur unter dem Aspekt der Nützlichkeit für die eigene Geldbörse betrachten würden.

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by: Markus Bauer http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/04/30/wichtiger-antrag-der-spd-zu-intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-wichtige-korrektur-im-vergleich-zu-den-antraegen-der-anderen-oppositionsparteien/#comment-5375 Tue, 30 Apr 2013 11:34:56 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/04/30/wichtiger-antrag-der-spd-zu-intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-wichtige-korrektur-im-vergleich-zu-den-antraegen-der-anderen-oppositionsparteien/#comment-5375 Danke für deinen solidarischen Kommentar, hab ihn inzwischen nachgetragen und verlinkt: http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/04/25/Rechte-intersexueller-Menschen-starken-Bundestags-Antrag-SPD Zentral ist im notwendigen weiteren Streiten auch, dass endlich ALLE Formen von medizinisch nicht notwendigen, kosmetischen Genitaloperationen an Kindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen angemessen in die Diskussion mit einbezogen werden, insbesondere auch "Hypospadie-Korrekturen", statt dass stets nur ein kleiner Ausschnitt der weniger häufigen Eingriffe anhand der MedizynerInnen- und Gender-Definition von "Intergeschlechtlichkeit" bzw. unzulässig verengende "Bauchnabel-Definitionen" einzelner Betroffenen-Gruppen (vgl. z.B. IMeV-Schattenberichte, wo's praktisch immer nur um Kastrationen an "XY-Frauen" geht, während alle anderen Betroffenen und insbesondere "vermännlichende Genitakorrekturen" meist aussen vor bleiben). Wegweisende erste Schritte sind hierzu unverändert die bekannten Stellungnahmen der schweizer Nationalen Ethikkommission (NEK-CNE), die klar von "nicht medizinischen, sondern psychosozialen Indikationen" und damit kulturell bedingten OPs spricht, und diejenige des UN-Sonderbeauftragten über Folter, der ebenfalls ausdrücklich alle "Kinder, die mit atypischen körperlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen" anspricht. Danke für deinen solidarischen Kommentar, hab ihn inzwischen nachgetragen und verlinkt:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/04/25/Rechte-intersexueller-Menschen-starken-Bundestags-Antrag-SPD

Zentral ist im notwendigen weiteren Streiten auch, dass endlich ALLE Formen von medizinisch nicht notwendigen, kosmetischen Genitaloperationen an Kindern mit „atypischen“ körperlichen Geschlechtsmerkmalen angemessen in die Diskussion mit einbezogen werden, insbesondere auch „Hypospadie-Korrekturen“, statt dass stets nur ein kleiner Ausschnitt der weniger häufigen Eingriffe anhand der MedizynerInnen- und Gender-Definition von „Intergeschlechtlichkeit“ bzw. unzulässig verengende „Bauchnabel-Definitionen“ einzelner Betroffenen-Gruppen (vgl. z.B. IMeV-Schattenberichte, wo’s praktisch immer nur um Kastrationen an „XY-Frauen“ geht, während alle anderen Betroffenen und insbesondere „vermännlichende Genitakorrekturen“ meist aussen vor bleiben).

Wegweisende erste Schritte sind hierzu unverändert die bekannten Stellungnahmen der schweizer Nationalen Ethikkommission (NEK-CNE), die klar von „nicht medizinischen, sondern psychosozialen Indikationen“ und damit kulturell bedingten OPs spricht, und diejenige des UN-Sonderbeauftragten über Folter, der ebenfalls ausdrücklich alle „Kinder, die mit atypischen körperlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen“ anspricht.

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by: brigitte http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/03/18/intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-glatte-fehlinformationen-von-einem-arzt-im-rahmen-der-leipziger-buchmesse/#comment-5274 Wed, 10 Apr 2013 08:33:43 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/03/18/intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-glatte-fehlinformationen-von-einem-arzt-im-rahmen-der-leipziger-buchmesse/#comment-5274 Ja so ein fach mal was gesagt .ob es stimmt oder nicht ist für ärzte nicht wichtig ,denn erfolg zählt..op diese ärzte auch zu gott beten ?es ist nicht möglich das ein nicht medeziner mehr weiss,als,der,dr.nun so ist es eben intersex geschlecht .sind nicht so doofe wie sie uns hinstellen.ärzte sind nur menschen die nicht sehen wollen die regeln der ärzte schaft sind zeit 1960 nicht verandert worden.was sollen sie schreiben was es nicht gibt. Also ihnen schreib ein niemandt.liebe gruesse biggi Ja so ein fach mal was gesagt .ob es stimmt oder nicht ist für ärzte nicht wichtig ,denn erfolg zählt..op diese ärzte auch zu gott beten ?es ist nicht möglich das ein nicht medeziner mehr weiss,als,der,dr.nun so ist es eben intersex geschlecht .sind nicht so doofe wie sie uns hinstellen.ärzte sind nur menschen die nicht sehen wollen die regeln der ärzte schaft sind zeit 1960 nicht verandert worden.was sollen sie schreiben was es nicht gibt. Also ihnen schreib ein niemandt.liebe gruesse biggi

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by: markus bauer http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/03/18/intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-glatte-fehlinformationen-von-einem-arzt-im-rahmen-der-leipziger-buchmesse/#comment-5157 Mon, 18 Mar 2013 12:00:12 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2013/03/18/intergeschlechtlichkeit-intersexualitaet-glatte-fehlinformationen-von-einem-arzt-im-rahmen-der-leipziger-buchmesse/#comment-5157 danke für den solidarischen bericht! allerdings habe ich nicht das gefühl, dass es hier bei der volkszeitung um nicht-wissen geht, sondern vielmehr um bewusstes wegsehen "aus wirtschaftlichen gründen". das zeigte sich schon in der berichterstattung zu den intersex-protesten letzten herbst: nach einem ersten kritischen artikel und einem geplanten 2. wurde der journalist von messeveranstaltung (und wohl auch klinik) zurückgepfiffen; stattdessen erschien bald darauf ein artikel, wie viel geld die beiden verstümmlerInnen-kongresse nach leipzig brachten ... und bekanntlich verdienen auch die spitäler an den verstümmelungen nicht schlecht: http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2010/10/11/Kinderkliniken-Euro-8175-Reingewinn-pro-Genitalverst%C3%BCmmelung aktuelle zahlen zu kosmetischen genitaloperationen an kindern in leipzig (inkl. "hypospadie-korrekturen"!) werden dagegen keine bekanntgegegeben. ganz zu schweigen, dass auch die geschichte der intersex-verstümmelungen in leipzig nach wie vor unaufgearbeitet ist: http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/09/27/Offener-Brief-an-Universitatsklinikum-Leipzig-21-9-12 (auf den offenen brief haben wir übrigens wie seinerzeit von wieland kiess angekündigt [!] bisher keine antwort erhalten.) trotzdem nagt die erstarkende öffentliche kritik offensichtlich an den verstümmlerInnen und co., dass sie immer wieder versuchen, ihrerseits an die öffentlichkeit zu gelangen, wobei sie natürlich keine kritischen gegenstimmen brauchen können. bezeichnend auch, wie sie jedes mal auf die unselige ethikrat-stellungnahme verweisen, wo angeblich "Erstmals [...] Betroffene zu Wort [kamen]" (tatsächlich wurden betroffene von frühkindlichen eingriffen dort gemobbt und ausgeschlossen), und die "gesellschaftliche Akzeptanz für das dritte Geschlecht" propagieren statt verbindliche sicherstellung des rechts auf körperliche unversehrtheit. kiess ist dabei kein einzelfall, und er war mangels kritischer stimmen gar in der komfortablen lage, zu einem gesetzlichen verbot der verstümmelungen gar nicht erst stellung nhemen zu müssen, im gegensatz z.b. zu dagmar l’allemand-jander: http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/03/16/EuroDSD-Verstummlerin-Dagmar-L-Allemand-Jander-Drittes-Geschlecht-statt-OP-Verbot danke für den solidarischen bericht!

allerdings habe ich nicht das gefühl, dass es hier bei der volkszeitung um nicht-wissen geht, sondern vielmehr um bewusstes wegsehen „aus wirtschaftlichen gründen“.

das zeigte sich schon in der berichterstattung zu den intersex-protesten letzten herbst: nach einem ersten kritischen artikel und einem geplanten 2. wurde der journalist von messeveranstaltung (und wohl auch klinik) zurückgepfiffen; stattdessen erschien bald darauf ein artikel, wie viel geld die beiden verstümmlerInnen-kongresse nach leipzig brachten …

und bekanntlich verdienen auch die spitäler an den verstümmelungen nicht schlecht:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2010/10/11/Kinderkliniken-Euro-8175-Reingewinn-pro-Genitalverst%C3%BCmmelung

aktuelle zahlen zu kosmetischen genitaloperationen an kindern in leipzig (inkl. „hypospadie-korrekturen“!) werden dagegen keine bekanntgegegeben. ganz zu schweigen, dass auch die geschichte der intersex-verstümmelungen in leipzig nach wie vor unaufgearbeitet ist:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/09/27/Offener-Brief-an-Universitatsklinikum-Leipzig-21-9-12
(auf den offenen brief haben wir übrigens wie seinerzeit von wieland kiess angekündigt [!] bisher keine antwort erhalten.)

trotzdem nagt die erstarkende öffentliche kritik offensichtlich an den verstümmlerInnen und co., dass sie immer wieder versuchen, ihrerseits an die öffentlichkeit zu gelangen, wobei sie natürlich keine kritischen gegenstimmen brauchen können.

bezeichnend auch, wie sie jedes mal auf die unselige ethikrat-stellungnahme verweisen, wo angeblich „Erstmals […] Betroffene zu Wort [kamen]“ (tatsächlich wurden betroffene von frühkindlichen eingriffen dort gemobbt und ausgeschlossen), und die „gesellschaftliche Akzeptanz für das dritte Geschlecht“ propagieren statt verbindliche sicherstellung des rechts auf körperliche unversehrtheit. kiess ist dabei kein einzelfall, und er war mangels kritischer stimmen gar in der komfortablen lage, zu einem gesetzlichen verbot der verstümmelungen gar nicht erst stellung nhemen zu müssen, im gegensatz z.b. zu dagmar l’allemand-jander:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/03/16/EuroDSD-Verstummlerin-Dagmar-L-Allemand-Jander-Drittes-Geschlecht-statt-OP-Verbot

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by: Administrator http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3392 Wed, 17 Oct 2012 17:42:34 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3392 Hallo Lorenz Altmann, vielen Dank für Ihre Fragen, die ich sehr gern beantworte: 1) Ich habe nicht bestritten, dass sich wenige "Betroffene" zu Wort gemeldet haben, sondern dass sich keine solche Vereinigung zu Wort gemeldet hat. Diese gibt es nämlich schlicht nicht - anders als dies beispielsweise bei Intersex der Fall ist. Es gibt einzelne Wortmeldungen - auch sehr eindringliche, wie in einer der letzten Ausgaben der "Siegessäule". Aber auch dort erwähnt der Interviewte, dass es sich aktuell um eine "Hexenverfolgung" handele, für die er sich nicht instrumentalisieren lasse. Er kritisiert auch insbesondere die Diskriminierung in der Schule auf Grund der nicht vorhandenen Vorhaut. - Ich weiß nicht, warum Sie gerade Schwierigkeiten bei der Organisation der "Betroffenen" annehmen... im amderem Fällen klappt die Organisation, warum sollte also das dominante soziale Geschlecht in der patriarchalen deutschen Gesellschaft dazu nicht in der Lage sein? 2) Hier gebe ich Ihnen Recht - es geht eben gerade darum, dass in der europäischen Moderne die medizinische Indikation zum Dogma geworden ist, mit der alles begründet werden darf. 3) Die Frage lässt sich mit den medizinischen Studien klar beantworten: Für sexuelle Empfindsamkeit ergibt sich kein Einfluss. Es zeigte sich lediglich ein signifikanter Unterschied bei älteren Befragten: Während 60% der unbeschnittenen älteren Männer mit Ihrem Sexualleben unzufrieden waren, waren es bei den beschnittenen nur 40%. Eine bedeutende Auswirkung zeigt sich hingegen bezüglich Harnweginfektionen: Diese treten bei vorhautbeschnittenen Jungen nur etwa 1/10 so oft auf, wie bei unbeschnittenen. Bzgl. Traumatisierungen - die oft vorausgesetzt wurden - gibt es keine Anhaltspunkte in den medizinischen Studien. (Ausführlicher dazu finden Sie einen Beitrag von mir in der im November erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift "Sexuologie".) Was ich damit sagen will: Vermeintliche medizinische Argumentation hilft hier nicht weiter, sondern es geht um eine gesellschaftliche Frage. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass die Frage derzeit meist von unbeschnittenen weißen Männern einer christlichen Mehrheitsgesellschaft gestellt wird. Daher ist gerade ein Blick auf zu Grunde liegendem Rassismus relevant (diese Analyse leisten Çetin/Wolter in diesem Band: http://dasendedessex.blogsport.de/2012/10/17/neues-buch-im-november-zuelfukar-cetin-heinz-juergen-voss-und-salih-alexander-wolter-zur-deutschen-beschneidungsdebatte/ ). 4) Vgl. Sie bitte meine kurze Antwort zu 3). Interessant in dem Zusammenhang ist übrigens, dass die WHO explizit die Vorhautbeschneidung als Mittel gegen HIV empfiehlt. Aber auch hierzu ausführlicher in dem "Sexuologie"-Beitrag, in dem ich detailliert die aktuellen medizinischen Studien auswerte. Hallo Lorenz Altmann,
vielen Dank für Ihre Fragen, die ich sehr gern beantworte:

1) Ich habe nicht bestritten, dass sich wenige „Betroffene“ zu Wort gemeldet haben, sondern dass sich keine solche Vereinigung zu Wort gemeldet hat. Diese gibt es nämlich schlicht nicht – anders als dies beispielsweise bei Intersex der Fall ist. Es gibt einzelne Wortmeldungen – auch sehr eindringliche, wie in einer der letzten Ausgaben der „Siegessäule“. Aber auch dort erwähnt der Interviewte, dass es sich aktuell um eine „Hexenverfolgung“ handele, für die er sich nicht instrumentalisieren lasse. Er kritisiert auch insbesondere die Diskriminierung in der Schule auf Grund der nicht vorhandenen Vorhaut. – Ich weiß nicht, warum Sie gerade Schwierigkeiten bei der Organisation der „Betroffenen“ annehmen… im amderem Fällen klappt die Organisation, warum sollte also das dominante soziale Geschlecht in der patriarchalen deutschen Gesellschaft dazu nicht in der Lage sein?

2) Hier gebe ich Ihnen Recht – es geht eben gerade darum, dass in der europäischen Moderne die medizinische Indikation zum Dogma geworden ist, mit der alles begründet werden darf.

3) Die Frage lässt sich mit den medizinischen Studien klar beantworten: Für sexuelle Empfindsamkeit ergibt sich kein Einfluss. Es zeigte sich lediglich ein signifikanter Unterschied bei älteren Befragten: Während 60% der unbeschnittenen älteren Männer mit Ihrem Sexualleben unzufrieden waren, waren es bei den beschnittenen nur 40%. Eine bedeutende Auswirkung zeigt sich hingegen bezüglich Harnweginfektionen: Diese treten bei vorhautbeschnittenen Jungen nur etwa 1/10 so oft auf, wie bei unbeschnittenen. Bzgl. Traumatisierungen – die oft vorausgesetzt wurden – gibt es keine Anhaltspunkte in den medizinischen Studien. (Ausführlicher dazu finden Sie einen Beitrag von mir in der im November erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift „Sexuologie“.) Was ich damit sagen will: Vermeintliche medizinische Argumentation hilft hier nicht weiter, sondern es geht um eine gesellschaftliche Frage. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass die Frage derzeit meist von unbeschnittenen weißen Männern einer christlichen Mehrheitsgesellschaft gestellt wird. Daher ist gerade ein Blick auf zu Grunde liegendem Rassismus relevant (diese Analyse leisten Çetin/Wolter in diesem Band: http://dasendedessex.blogsport.de/2012/10/17/neues-buch-im-november-zuelfukar-cetin-heinz-juergen-voss-und-salih-alexander-wolter-zur-deutschen-beschneidungsdebatte/ ).

4) Vgl. Sie bitte meine kurze Antwort zu 3). Interessant in dem Zusammenhang ist übrigens, dass die WHO explizit die Vorhautbeschneidung als Mittel gegen HIV empfiehlt. Aber auch hierzu ausführlicher in dem „Sexuologie“-Beitrag, in dem ich detailliert die aktuellen medizinischen Studien auswerte.

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by: Lorenz Altmann http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3391 Wed, 17 Oct 2012 17:01:24 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3391 Kurze Anmerkungen zu Ihren vier Punkten: 1) Es gibt sehr wohl Betroffene, die sich in der Diskussion zu Wort gemeldet haben (z.B. auf <em>[...]</em>), auch wenn diese bislang noch nicht organisiert sind. Allzu viel Phantasie braucht man eigentlich nicht, um sich vorzustellen, welche Schwierigkeiten sich hinsichtlich der "Betroffenheit" ergeben. 2) Ich sehe kaum jemanden, der von einem "äußersten Gewaltakt mit gravierenden Folgen" spricht. Selbst wenn es so wäre, ergäbe Ihr Hinweis keinen Sinn. Wenn man einem Menschen ein Bein abtrennt, würde man auch von einem äußersten Gewaltakt reden. Wenn derjenige aber ein Osteosarkom hat, erfolgt eben eine medizinisch gebotene Amputation. Die medizinische Indikation macht hier allen Unterschied der Welt. 3) Die Frage, wie sich die Beschneidung auf das sexuelle Empfinden auswirkt, dürfte aus verschiedenen Gründen schwer zu beantworten sein. Sie ist zur Beurteilung von Zwangsbeschneidungen von Jungen aber auch zweitrangig, da es in erster Linie um das Recht auf körperliche Unversehrtheit geht, welches eben auch Kindern zusteht. Die Studie von Malkoc et al. 2012 sollten Sie noch einmal genau lesen. Sie haben hier scheinbar etwas missverstanden. 4) Das Argument der Beschneidungskritiker, das Sie anführen, ist mir neu. Unabhängig davon irritiert es mich aber, dass jemandem, der sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht befasst, der Verweis auf "hygienische Gründe" so locker von den Lippen geht. Was soll denn das für eine "Hygiene" sein? Mit Ausnahme der verringerten Wahrscheinlichkeit, an Phimose (Welch Überraschung!) oder einer (üblicherweise harmlosen) HWI zu erkranken, ergeben sich für Kinder (!) keine Vorteile aus der Beschneidung. Und auch diese Aussage würde voraussetzen, dass hier ein einigermaßen deutlich nachgewiesener Kausalzusammenhang besteht. Von der ethischen Frage, wieviele Zwangsbeschneidungen eine verhinderte HWI "wert" ist, einmal ganz zu schweigen. Kurze Anmerkungen zu Ihren vier Punkten:

1) Es gibt sehr wohl Betroffene, die sich in der Diskussion zu Wort gemeldet haben (z.B. auf […]), auch wenn diese bislang noch nicht organisiert sind. Allzu viel Phantasie braucht man eigentlich nicht, um sich vorzustellen, welche Schwierigkeiten sich hinsichtlich der „Betroffenheit“ ergeben.

2) Ich sehe kaum jemanden, der von einem „äußersten Gewaltakt mit gravierenden Folgen“ spricht. Selbst wenn es so wäre, ergäbe Ihr Hinweis keinen Sinn. Wenn man einem Menschen ein Bein abtrennt, würde man auch von einem äußersten Gewaltakt reden. Wenn derjenige aber ein Osteosarkom hat, erfolgt eben eine medizinisch gebotene Amputation. Die medizinische Indikation macht hier allen Unterschied der Welt.

3) Die Frage, wie sich die Beschneidung auf das sexuelle Empfinden auswirkt, dürfte aus verschiedenen Gründen schwer zu beantworten sein. Sie ist zur Beurteilung von Zwangsbeschneidungen von Jungen aber auch zweitrangig, da es in erster Linie um das Recht auf körperliche Unversehrtheit geht, welches eben auch Kindern zusteht. Die Studie von Malkoc et al. 2012 sollten Sie noch einmal genau lesen. Sie haben hier scheinbar etwas missverstanden.

4) Das Argument der Beschneidungskritiker, das Sie anführen, ist mir neu. Unabhängig davon irritiert es mich aber, dass jemandem, der sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht befasst, der Verweis auf „hygienische Gründe“ so locker von den Lippen geht. Was soll denn das für eine „Hygiene“ sein? Mit Ausnahme der verringerten Wahrscheinlichkeit, an Phimose (Welch Überraschung!) oder einer (üblicherweise harmlosen) HWI zu erkranken, ergeben sich für Kinder (!) keine Vorteile aus der Beschneidung. Und auch diese Aussage würde voraussetzen, dass hier ein einigermaßen deutlich nachgewiesener Kausalzusammenhang besteht. Von der ethischen Frage, wieviele Zwangsbeschneidungen eine verhinderte HWI „wert“ ist, einmal ganz zu schweigen.

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by: Kartoffel http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3380 Wed, 17 Oct 2012 09:42:13 +0000 http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/#comment-3380 Interessanter Kommentar. Ein Fehler ist mir aufgefallen: Die Infektionsrate bei erfolgter Beschneidung soll um 200% sinken. Das wäre schwierig. Ich denke die Zahl entstand von der umgekehrten Betrachtung her, also 200% höhere Infektionsrate bei UNbeschnittener Vorhaut. Das heißt eine Vervierfachung. Umgekehrt läge die Verringerung eben bei 66% und nicht 200%. Die korrekte Angabe lautet also vermutlich: ...Kacker et al. (2012) berichten von einer um über 66 Prozent verringerten entsprechenden Infektionshäufigkeit. Interessanter Kommentar.
Ein Fehler ist mir aufgefallen: Die Infektionsrate bei erfolgter Beschneidung soll um 200% sinken. Das wäre schwierig. Ich denke die Zahl entstand von der umgekehrten Betrachtung her, also 200% höhere Infektionsrate bei UNbeschnittener Vorhaut.
Das heißt eine Vervierfachung. Umgekehrt läge die Verringerung eben bei 66% und nicht 200%.
Die korrekte Angabe lautet also vermutlich:
…Kacker et al. (2012) berichten von einer um über 66 Prozent verringerten entsprechenden Infektionshäufigkeit.

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