Rezensionen

Neue feministische Perspektiven auf ‚Natur‘ und ‚Materie‘ – Rezension von „Körper Raum Transformation“

„Neue feministische Perspektiven auf ‚Natur‘ und ‚Materie‘“ liefert der von Elvira Scheich und Karen Wagels herausgegebene Band „Körper Raum Transformation – Gender-Dimensionen von Natur und Materie“. Er verbindet oft als „essentialistisch“ eingeordnete öko-feministische Perspektiven mit postkolonialen und queeren Ansätzen und solchen der Disability-Studies – und liefert nützliche Perspektiven, unter anderem diese (Ausschnitt aus einer Rezension):

„Eva Sänger verdeutlicht in ihrem vielfältig reflektierten Beitrag „Sonograms that matter: Zur Sichtbarmachung des Fötus in der Schwangerschaft“, im Anschluss an die Betrachtungen Barbara Dudens und Judith Butlers, wie der Embryo durch die Verbildlichung und den Sichtbarmachungsprozess erst hervorgebracht wird. Durch die Bildlichkeit kann überhaupt erst eine gewisse Art der Nähe und der Beschreibung des Embryos als vermeintliche ‚Person‘ greifen. Sänger macht klar: „Allerdings gilt gerade für wissenschaftliche Bilder, dass sie keine Abbilder eines unsichtbaren Phänomens sind. Referentialität, also die Beziehung zwischen einem Bild und einem externen Referenten, wird im Herstellungsprozess des Bildes auf der Grundlage von Berechnungen und Messungen erzeugt. Wissenschaftliche und medizinische Bilder sind Ergebnisse von Bildverfahren, die auf der Verarbeitung von Daten durch mathematische Algorithmen beruhen. […] Die Paradoxie wissenschaftlicher Bilder besteht mithin darin, dass sie mit dem Anspruch auftreten, etwas sichtbar zu machen, jedoch dieses etwas, auf das sie sich beziehen, in dieser Form jeweils erst herstellen“. (S. 127 f.)“ (Die vollständige Rezension findet sich bei querelles-net.de, genau hier.)

Elvira Scheich, Karen Wagels (Hg.):
Körper Raum Transformation – Gender-Dimensionen von Natur und Materie.
Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot 2011.
258 Seiten, ISBN 978-3-89691-232-9, € 27,90
zum Buch beim Verlag

Rezension zu: Kathrin Peters, Rätselbilder des Geschlechts

Kathrin Peters
Rätselbilder des Geschlechts: Körperwissen und Medialität um 1900

diaphenes, 256 Seiten,
ISBN 978-3-03734-091-2
€ 25,90 / CHF 39,00
Verlags-Infos

Abstract der Rezension: In dieser fundierten Untersuchung biologisch-medizinischer Geschlechtertheorien um 1900 wendet sich die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Kathrin Peters, ausgehend von fotografischen Darstellungen, sogenanntem ‚uneindeutigem Geschlecht‘ zu. Auch stellt sie dar, wie sich in der Folge der Betrachtungen eines ‚schönen Ideals‘ Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend ein Denken von ‚Normalität und Abweichung‘ etablierte und wie sich die biologisch-medizinischen Theorien der Geschlechterdifferenzen veränderten. Sie zeigt mit ihren Bildanalysen, wie Fotografien in unterschiedlichen Kontexten verschiedene Wirkungen entfalten und wie sie in wissenschaftlichen Publikationen gezielt eingesetzt wurden. Als problematisch erscheint es indes, dass Bilder – wenn auch historische – von untersuchten Patient/-innen abgedruckt werden, die offensichtlich genötigt worden waren, ihre Genitalien dem Fotografen zu zeigen.“ Die vollständige Rezension findet sich bei querelles-net.de, hier.

„Leben in Bewegung“, Rezension von Janina Wellmanns Buch „Die Form des Werdens. Eine Kulturgeschichte der Embryologie, 1760-1830″

Wellmann Die Form des Werdens

Aus der Rezension: „Während Wolf Lepenies für das ausgehende 18. Jahrhundert das „Ende der Naturgeschichte“ konstatierte und herausarbeitete, dass eine Erweiterung naturgeschichtlicher Beschreibungen um die Dimension der Zeit stattgefunden habe, fordert Janina Wellmann in ihrem neuen Buch „Die Form des Werdens“ die Präzisierung dieser These ein. Sie stellt fest: Zum ausgehenden 18. Jahrhundert geriet das Leben aus dem Takt – Takt im Sinne einer Zeitlichkeit und eines steten Gleichklanges. Nicht das Hereinbrechen einer schlichten Zeitlichkeit sei um 1800 das ausschlaggebende Moment und konstituierend unter anderem für die „moderne“ Biologie gewesen – ein Verständnis von Zeitlichkeit habe es auch zuvor gegeben –, neu sei vielmehr die „Vorstellung von Ordnung in einer stetig sich wandelnden Welt“ gewesen.“
Die vollständige Rezension findet sich hier, bei Literaturkritik.de.

Übersicht über die Rezensionen zu „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“

Salih Alexander Wolter rezensierte für „red & queer“ (Nr. 19, S.6/7). Die Rezension ist als pdf-Dokument hier, bei „red & queer“, online, als html-Datei hier, bei „Leipziger Kritiken“ und bei „Unsere Zeit – Zeitung der DKP“.

Katrin Kämpf besprach „Geschlecht“ in der März/April-Ausgabe der „L.MAG – Das Magazin für Lesben“ (S.89). Mit freundlicher Einwilligung der L.MAG ist die Rezension hier im Volltext zu finden.

Anja Gregor rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ auf Mädchenblog. Die vollständige Rezension findet sich hier. In leicht geänderter Fassung findet sich die Rezension unter dem Titel „‚Natürlichkeit’ aus feministischer Perspektive“ auf www.kritisch-lesen.de.

Didine van der Platenvlotbrug besprach das Buch in der „Hugs and Kisses“ (Nr. 7, April 2011). Die komplette Rezension findet sich hier (Lieben Dank an die Redaktion für das Einverständnis!)

Auf ladyfestgreifswald.blogsport.de erschien ebenfalls eine längere Besprechung, in der die_ Rezensent_in empfiehlt „…zur Sicherheit das schwarz-pinke Büchlein in die Hosentasche stecken…“. Die Rezension findet ich hier.

Auf dem Bildungsserver Hessen :: Unterrichtsmaterial :: Online-Lernarchiv wird „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ für Diskussionen im Unterricht der Sekundarstufe II empfohlen. Die vollständige Besprechung findet sich hier.

Uschi Siemens besprach „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ in „Wir Frauen – das feministische Blatt“, Nr. 2/2011. Die Zeitschrift kann hier bestellt werden.

Monika Jarosch rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ in den „aep informationen – Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft“ (2/2011, S.51/52). Die Zeitschrift kann hier bestellt werden.

Bettina Enzenhofer beurteilte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ in ihrer Rezension „Emanzipatorische Biologiekritik“ im feministischen Monatsmagazin „an.schläge“ (Juli/August 2011, S.38). Das Heft kann hier bestellt werden; die Rezension ist komplett hier online (vielen Dank an Autor_in und Redaktion für ihr Einverständnis).

Das Stadtmagazin PRINZ Leipzig beurteilt „das aktuelle, Diskussionen aufwirbelnde Taschenbuch ‚Geschlecht – wider die Natürlichkeit‘“ mit vier Sternen, als „sehr gut“. Es „belegt […] die Existenz von mehr als zwei Geschlechtern“, so PRINZ in der gedruckten Juli-Ausgabe (Juli 2011, S.79).

Straßen aus Zucker empfehlen „Geschlecht wider die Natürlichkeit“ in ihrer aktuellen Ausgabe, Nr. 6, S.20. Die vollständige Ausgabe der Zeitschrift ist hier als pdf-Datei online.

Das Blog „Emanzipation oder Barbarei“ rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ im Dezember 2011. Die vollständige Besprechung findet sich hier. (Zweitveröffentlichung in „Krisis – Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft“, hier.)

Florian Mildenberger rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ ausführlich für die wissenschaftliche Zeitschrift Würzburger medizinhistorische Mitteilungen (S.429-432). Sie kann u.a. beim Verlag bestellt werden . Hier ein kurzer Auszug aus der Rezension.

Matthias Zaft veröffentlichte eine Besprechung des Buches bei Queer.de – unter dem Titel „Der Mensch ist kein Gabelstapler“… Die Rezension findet sich hier.

Rüdiger Lautmann rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ und „Making Sex Revisited“ zusammen für die Zeitschrift für Sexualforschung. Zur Besprechung.

Zülfkuar Çetin rezensierte „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ in der Zeitschrift „freitext“ (Nr. 20, S.8-9). Er schreibt u.a.: „Hiermit werden die ‚Geschlechter‘ nicht mehr als ‚natürlich‘, angeboren, vorgegeben, unabänderlich und überzeitlich angesehen, sondern als historisch und wirtschaftlich bedingte soziale Konstruktionen, welche die Unterdrückung der Frau oder des Nicht-Männlichen rechtfertigen. […] Das Buch „Geschlecht. Wider die Natürlichkeit“ bietet mit seiner verständlichen Sprache und schlüssigen Struktur eine gute Einführung zur Dekonstruktion des biologischen Geschlechts aus der Sicht eines kritischen Biologen und Sozialwissenschaftlers.“ Die Zeitschrift kann hier bestellt werden.

In der Publikation „Sex(ual) Politics“ der österreichischen HoschschülerInnenschaft wird „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ besprochen. Dort heißt es unter anderem: Heinz-Jürgen Voß‘ „Ausführung beinhaltet dabei durchwegs neue Forschungsarbeit und wirkt trotz des naturwissenschaftlichen Hintergrunds keineswegs trocken. So stellt das Büchlein in Summe ein ausgezeichnetes Einführungswerk dar, das prägnant und verständlich unterschiedliche Diskussionsstränge auf den Punkt bringt und neue Diskussionsansätze geradezu herausfordert.“ Hier lässt sich die Publikation „Sex(ual) Politics“ bestellen.

Stefan Wallaschek rezensierte das Buch auf dem Soziologieblog: „Damit lässt sich Voß‘ Einführungswerk einerseits in die aktuelle (konstruktivistisch-geprägte) Debatte um die Interdependenz von sex und gender einordnen: Keines von beidem ist vorgelagert, sondern beide Kategorien konstruieren sich gegenseitig und unterliegen zudem einem Bedeutungswandel […]. Andererseits ebnet er mit seiner geschlechtssensitiven Analyse der bio-medizinischen Erkenntnisse den Weg für weitere sozialwissenschaftliche Forschung im Bereich der Foucault’schen Bio- und Genpolitik […]. Hilfreich sind in dem Buch nicht nur die Schaubilder, sondern auch die sogenannten „Exkurse“: hervorgehobene Stellen, die entweder über einige Seiten Ausschnitte aus Originaltexten wiedergeben, biografische Inhalte präsentieren oder tiefergehende Kritik an einflussreichen Studien äußern. Zusammen mit kurzen Weiderholungen der bisherigen Aussagen des Buches am Anfang jedes größeren Kapitels wird damit der Textfluss belebt und die Verständlichkeit, vor allem für Einsteiger_innen, erhöht.“ Stefan Wallaschek, Soziologieblog, 23.4.2013, hier im Volltext online.

Die Übersicht wird hier weitergeführt.

Rasse gibt es nicht: Der Band „Gemachte Differenz“ ist ein wichtiger Beitrag gegen aktuelle Rassismen in biologischer und medizinischer Forschung

Der Band „Gemachte Differenz“ muss unbedingter Bestandteil jedes sozial- und kulturwissenschaftlichen sowie biologischen und medizinischen Studiums werden. Historisch, sozialwissenschaftlich und biologisch gleichermaßen fundiert, werden in dem Buch Kontinuität und Neuetablierung rassistischer Konzepte in Biologie und Medizin in den Blick gerückt. Auch BiologInnen und MedizinerInnen werden sich den Kritiken auf Grund der auch biologisch und medizinisch fachlich sehr guten Qualität der Beiträge in Zukunft nicht entziehen können.

Weiter gehts mit der Rezension bei literaturkritik.de: hier

AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.)
Gemachte Differenz: Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte
ISBN: 978-3-89771-475-5
Preis: 19.80 Euro
Erschienen bei: Unrast-Verlag

Rezension: Helga Satzinger (2009): Differenz und Vererbung – Geschlechterordnungen in der Genetik und Hormonforschung 1890-1950.

“ Helga Satzinger legt mit Differenz und Vererbung eine brillante und innovative Schrift vor, in der aus mehreren Perspektiven die „Geschlechterordnung in der Genetik und der Hormonforschung 1890 – 1950“ in den Blick genommen wird. Im Unterschied zu „ahistorischen Formeln und dazugehörigen großen monolithischen“ Abhandlungen (S. 37) wendet sich die Autorin in dieser materialreichen und gründlichen wissenschaftshistorischen Arbeit sowohl Theorien der Genetik und Hormonforschung als auch ihren Protagonist/-innen sowie den konkreten Forschungszusammenhängen zu. Das zeitliche Fenster reicht von der Beschreibung von Erbkörperchen in Zellen Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Vorstellung der chemischen Struktur der DNA-Doppelhelix im Jahr 1953. Satzinger regt durch detaillierte Ausarbeitungen dazu an, weiterführende Fragen zur Bedeutung von Geschlecht in Forschungen zur Vererbung zu erschließen, und proklamiert gerade für die Genetik die Hoheit wissenschaftshistorischer Zugriffe: „Die Vorstellung von einem im Stoff der DNA niedergelegten Gen im Sinne einer Bauanweisung für ein Protein ist [heute] fraglich geworden und Genkonzepte generell sind zum Gegenstand der historischen Forschung avanciert.“ (S. 26) “
zur vollständigen Rezension

Rezensionen und Besprechungen von „Making Sex Revisited“

Florian Mildenberger in Gigi – Zeitschrift für sexuelle Emanzipation (Heft 66): Homepage der Zeitschrift / direkt zur Rezension (pdf-Dokument, 2,2 mb)

Besprechung bei femorantipole.blogsport.de. Dort heißt es u.a.: „die arbeit zeigt, dass bereits die vorannahmen zu gegenwärtigen biologischen untersuchungen, etwa von genen und genprodukten, vom binären geschlechterbild geprägt sind und so die variabilität und komplexität von ‚geschlechtsentwicklung‘ nicht in den blick nehmen können. […] voß plädiert für eine offenere biologie und spricht sich für die anerkennung von geschlecht als variantenreiche kategorie aus. sie_er verurteilt die medizin für an säuglingen mit vermeitlich ‚uneindeutigem‘ geschlecht vorgenommene operationen und schließt mit den worten: „Wenn Du und Ich […] stärker Eigenschaften, Bedürfnisse und Merkmale konkret benennen, die Dir und Mir wichtig sind, auf die sich Dein und Mein Begehren richten, dann sind wir schon dabei, über Dich und Mich, über Uns, über Menschen zu sprechen – und nicht über Geschlecht.“ (S. 326)“

Steffi Grundmann besprach das Buch auf dem Blog Grundmast / direkt zur Rezension

Heike Friauf rezensierte in Junge Welt. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion hier die Rezension als Volltext (jpg-Datei).

Bettina Enzenhofer rezensierte für die Juni-Ausgabe des feministischen Monatsmagazins an.schläge. Die vollständige Rezension findet sich mit freundlicher Genehmigung hier (1,7 mb).

Katrin Kämpf besprach „Making Sex Revisited“ für die Juli/August-Ausgabe der L.Mag. Mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion findet Ihr die Rezension hier als Volltext online.

Julian Bierwirth rezensierte „Making Sex Revisited“ für die Zeitschrift Krisis. Die vollständige Rezension findet sich hier.

Auf genderqueer erschien am 2.7.2010 eine Rezension, die hier nachlesbar ist.

Anja Gregor besprach das Buch für Maedchenblog – und dort besteht auch viel und gute Möglichkeit zur Diskussion. Direkt zur Rezension: hier.

Rolf Löchel rezensierte „Making Sex Revisited“ bei www.literaturkritik.de. Direkt zur Rezension geht es: hier

Johannes Ungelenk rezensierte für die „Rosigen Zeiten“ und macht dort Vorschläge auch zum Weiterdenken! Die Rezension findet sich bei „Rosige Zeiten“ (als pdf) und auch schon hier (als html).

Uwe Hossfeld besprach das Buch in der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (58. Jg., Heft 9/2010, S.746/747) und folgerte u.a.: „Die kompakte Studie kann sowohl wissenschaftlichen Laien wie auch Natur- und Geisteswissenschaftlern gleichsam empfohlen werden.“ Die Zeitschrift kann bestellt werden, auch als Einzelheft: hier.

Tina Pruschmann rezensierte beim „Netzwerk der Autoren“, suite101. Die Besprechung findet sich: hier

Caroline Günther besprach „Making Sex Revisited“ in Freiburger Geschlechterstudien (Heft 24/2010, S.353-356, hier online).

Verena Schuh rezensierte für Gender – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft. Die Rezension, erschienen in der Ausgabe 3/2010, S.157-159, ist hier online.

Merve Winter rezensierte das Buch für die Literaturbeilage der Phase 2 (Nr. 38, 2010, S.2-3 der Literaturbeilage). Hier ist die Rezension (im zweiten teil der Doppelrezension) online.

Michel Reiter besprach auf Postgender vier aktuelle Dissertationen und prüfte sie auf ihr Potenzial zum Beenden der derzeit noch immer in der Bundesrepublik Deutschland praktizierten geschlechtszuweisenden Operationen und Hormonen bei Säuglingen und Kleinkindern uneindeutigen Geschlechts. Darunter ist auch „Making Sex Revisited“ und die gesamte Rezension ist hier nachlesbar (pdf-Datei, 6MB).

Stefan Micheler rezensierte „Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“ in der Invertito – Jahrbuch für die Geschichte der Homosexualitäten (Heft neu im Buchhandel: Nr.12, S.163-166).

Ferdinand Knauß rezensierte das Buch auf seinem Blog „Geschlechtsverwirrung“. Die vollständige Rezension findet sich hier.

Auch in der Zeitschrift „Impulse“, der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., Heft 67, mit dem Schwerpunkt „›Sex und mehr …‹ Sexualität und Gesundheit“ ist eine kurze Besprechung erschienen. Hier als pdf-Dokument (S.26).

Kerstin Bischl rezensierte „Making Sex Revisited“ auf H-Soz-u-Kult, Fachforum und moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker. Die Rezension findet sich hier.

Deutschlandradio Kultur bewertete „Making Sex Revisited“ in einem Interview am 18. Januar 2012 wie folgt: „[Heinz-Jürgen Voß] hat mit einer sexualwissenschaftlichen Arbeit promoviert […] und diese Dissertation hat ziemlich Furore gemacht, nicht nur unter Fachkollegen, weil […] darin die traditionelle Zuweisung des Geschlechts in männlich – weiblich [abgelehnt wird].“ Das vollständige Interview findet sich hier (mp3-Datei, 5Mb).

Ingeborg Breuer würdigte „Making Sex Revisited“ bei Deutschlandfunk Studiozeit (26.1.2012) wie folgt: „Die amerikanische Philosophin Judith Butler erregte schon vor Jahren Aufmerksamkeit mit ihrer These, dass ‚Mann‘ und ‚Frau‘ ausschließlich soziale Kategorien seien, durch die den Körpern erst ein biologisches Geschlecht eingeschrieben werde. […] Heinz-Jürgen Voss überbietet diese Position noch einmal, indem er in seiner Dissertation, so wörtlich, eine „Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“ versuchte: ‚Es geht darum aufzuzeigen, dass es das typisch Männliche und das typisch Weibliche nicht gibt und dass schon, wenn wir uns organische Strukturen ansehen, [wir] immer auf eine Individualität dieser Ausformungen [stoßen]‘, [so Voss].“ Die vollständige Reportage findet sich hier (mp3-Datei).

Rüdiger Lautmann rezensierte „Making Sex Revisited“ zusammen mit „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ für die Zeitschrift für Sexualforschung. Zur Besprechung.

Die Übersicht wird hier weitergeführt.

Rezension: Lucht et. al.: Recodierungen des Wissens.

Lucht_Recodierungen

    Petra Lucht, Tanja Paulitz (Hrsg.):
    Recodierungen des Wissens.
    Stand und Perspektiven der Geschlechterforschung in Naturwissenschaften und Technik.
    Campus Verlag, Frankfurt/Main, 2008.
    ISBN 978-3593386010

    Nach mehreren Jahrzehnten intensiven Forschens zur Vergeschlechtlichung von Technik(entwicklung und -nutzung) und von Naturwissenschaften sind Bestandsaufnahmen unerlässlich, um Perspektiven und Handlungsnotwendigkeiten auszuloten. Mit diesem Band werden sehr gute Artikel zu Spezialgebieten vorgelegt, die einen Einstieg in eine geschlechtersensible Technik- und Naturwissenschaftskritik ermöglichen und die gleichzeitig wegbereitend für zukünftige Forschungsprojekte in Einzeldisziplinen sind. Allerdings zielt der Untertitel am Inhalt des Bandes vorbei, da eine Bestandsaufnahme (im Sinne einer Überblicksbewertung) nicht erfolgt.

    U.a. darin:
    Palm, Kerstin: Das Geschäft der Pflanze ist dem Weib übertragen … die Pflanze selbst hat aber kein Leben – Zur vergeschlechtlichten Stufenordnung des Lebens im ausgehenden 18. Jahrhundert. S.197-211.

    Mauss, Bärbel: Ursprung und Geschlecht – Paradoxien in der Konzeption von Geschlecht in Erzählungen der Molekularbiologie. S.213-229.

    Zur Rezension:
    http://querelles-net.de/2008-26/text26voss_lucht.shtml

Rezension: Groneberg et al.: „Intersex“: Geschlechtsanpassung zum Wohl des Kindes?

Groneberg_intersex

    Michael Groneberg, Kathrin Zehnder (Hrsg.):
    „Intersex“: Geschlechtsanpassung zum Wohl des Kindes? Erfahrungen und Analysen.
    Fribourg: Academic Press Fribourg 2008.
    ISBN 978-3-7278-1506-5

    Wissenschaftler/-innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und mit unterschiedlichen Ansichten zum Umgang mit intersexuellen Menschen kommen zu Wort – in diesem Sinne ist der Sammelband sehr heterogen. Es werden Erfahrungen mit Geschlechtsanpassung dargestellt, Begrifflichkeiten analysiert und Probleme bei der Therapie und in der Forschung erörtert. Vorangestellt, aber erfreulicherweise nicht abgetrennt, äußern sich Betroffene. Bereits wegen der sich im Abschluss des Bandes befindlichen Handlungsempfehlungen zur Behandlung von Säuglingen und Kindern mit ‚abweichenden‘ bzw. ‚uneindeutigen‘ Geschlechtsmerkmalen, die sich insbesondere an Eltern, Mediziner/-innen und Sozialpädagog/-innen wenden, ist das Buch unbedingt empfehlenswert.

    Die Rezension findet sich hier:
    http://querelles-net.de/2008-26/text26voss_groneberg.shtml

Neuerscheinung: Coffey et al.: Queer leben – Queer labeln? (Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen

Cover queer leben

    Coffey et al.
    queer leben – queer labeln? (Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen.
    Freiburg: fwpf-Verlag, 2008.
    ISBN: 978-3-939348-14-6

    Aus der Buchbeschreibung:

    Queer lebt sich! Voll im Trend scheint die quirlig-queere Szene, die sich Geschlechter aneignet wie den neuesten Schick. Alles Jacke wie Hose? Oder steckt hinter dem Label von queer ein queerender Protest, der über die reine Austauschbarkeit geschlechtlicher und somit gesellschaftlicher Kategorien hinausweist? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach und versucht das Queerende aus verschiedenen Kontexten heraus zu filtrieren und in sie hinein zu denken sowie nach möglichen Handlungsalternativen zu suchen. Denn das Private ist schon längst politisch, nur muss es auch wieder einmal gesagt sein dürfen. Daher wird nicht nur wild wissenschaftlich gestikuliert, sondern kritisch politisiert. Im Fokus stehen entgegen einem ausschließlich wissenschaftlichen Mehrwert die Lebenspraxen und Verhandlungsräume einer sich nicht-heteronormativ gestaltenden (Sub-)Kultur.

    U.a. darin: Voß, Heinz-Jürgen: Wie für Dich gemacht: die gesellschaftliche Herstellung biologischen Geschlechts. (S.153-167)

    Mehr Informationen und Inhaltsverzeichnis:
    http://www.fwpf.de/index.php?isbn=9783939348146