Archiv der Kategorie 'Buch:Intersexualität'

Neue Rezensionen von „Interventionen gegen die deutsche ‚Beschneidungsdebatte'‘“ und „Intersexualität – Intersex“

Es sind zwei weitere Rezensionen erschienen, eine zu „Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“ in der Zeitschrift der Österreichischen HochschülerInnenschaft unique und eine zu „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ in Querelles-net – Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung:

Hagen Blix schreibt in der unique (4/2013): „Im ersten Teil des Buches zeigen Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter auf, dass das Verschmelzen von antimuslimischem Ressentiment und Antisemitismus in der Debatte kein Zufall ist. Die Grundstruktur der vorgebrachten Kritik ist von Argumentationsmustern einer protestantischen ‚Zivilisierungsmission‘ durchdrungen. […] Im zweiten Teil stellt der kritische Biologe Heinz-Jürgen Voß der ‚Wissenschaftlichkeit‘ der Beschneidungsgegner_innen eine Übersicht über medizinische Untersuchungen zur Beschneidung entgegen. Diese zeigen, dass deren Behauptungen so unhaltbar sind wie Vergleiche mit der Zwangsoperation Intersexueller oder weiblicher Genitalverstümmelung unangebracht und misogyn.“ zur vollständigen Rezension

Simone Emmert schreibt: „Die Intervention zu Intersexualität – Intersex erweist sich als ein kleines, aber feines Buch, das einen gelungenen Einstieg in die aktuelle politische Debatte gibt. Als besonders wertvoll lassen sich der Überblick und die Diskussion um die Ergebnisse der sogenannten Outcome-Studien ansehen; hieraus wird deutlich abgeleitet, dass geschlechtszuweisende chirurgische und/oder hormonelle Eingriffe intersexen Menschen eher schaden als nützen. Voß gibt damit eine der ersten wenigen publizierten kritischen Stellungnahmen aus wissenschaftlicher Aktivensicht ab. Das Buch ist flüssig und leicht verständlich geschrieben und macht Lust, sich weiter in das noch immer sehr konfliktbeladene und emotionale Thema um den Kampf auf Selbstbestimmung sowie um Respekt, Toleranz und Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit einzulesen.“ Querelles-net (2/2013), zur vollständigen Rezension

Neue Rezensionen von „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“

Ich weise sehr gern auf die folgenden neuen Besprechungen zu dem Buch „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ hin:

Bettina Enzenhofer besprach das Buch in an.schläge – das feministische monatsmagazin. In der Rezension heißt es unter anderem: „‚Intersexualität – Intersex. Eine Intervention‘ ist eine unbedingte Empfehlung für alle, die sich in den Status quo in puncto Intersex einlesen wollen. Denn wie schon in seinen letzten Veröffentlichungen gelingt es Voß auch diesmal sehr gut, komplexe biologisch-medizinische Sachverhalte in einen gesellschaftlichen Zusammenhang zu betten, und das in einer auch für Nicht-(Natur-)Wissenschaftler_innen nachvollziehbaren Weise.“ (an.schläge, februar 2013, S.39)

Kerstin Schumann schreibt auf Geschlechtergerechtejugendhilfe.de: „Buchtipp: Intersexualität – Intersex: Verständlich, übersichtlich und kurz formuliert stellt die Veröffentlichung „Intersexualität – Intersex“ von Heinz-Jürgen Voß verschiedene Diskurse zum Umgang mit Intersexualität dar. Verdeutlicht werden wissenschaftliche Erkenntnisse, ethische Diskussionen und Forderungen der Intersex-Verbände.“ Kerstin Schumann, 22.3.2013, online bei Geschlechtergerechtejugendhilfe und bei JugendInfoSevice Sachsen-Anhalt.

Eine Übersicht über die bisher erschienenen Rezensionen findet sich hier.

Und hier sind detaillierte Informationen zum Buch verlinkt.

Die.Linke und B90/Die Grünen haben wegweisende Anträge gegen die geschlechtszuweisenden Eingriffe bei Intergeschlechtlichen (Intersexuellen) gestellt!

Am 20.3.2013 haben die Bundestags-Fraktionen Die.Linke und Bündnis 90 / Die Grünen wegweisende Anträge gegen die aktuell in der Bundesrepublik Deutschland noch üblichen geschlechtszuweisenden Eingriffe bei Intergeschlechtlichen (Intersexuellen) gestellt. Diese Eingriffe stehen intensiv in der Kritik: Mit ihnen sind nahezu immer schwere und schwerste Komplikationen verbunden und sie werden von den intergeschlechtlichen Menschen als äußerst gewaltvoll und traumatisierend beschrieben. In den Anträgen heißt es nun unter anderem:

„Intersexuelle Menschen sollen als ein gleichberechtigter Teil unserer vielfältigen Gesellschaft anerkannt und dürfen in ihren Menschen- und Bürgerrechten nicht länger eingeschränkt werden. […] Der Deutsche Bundestag sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das intersexuellen Menschen widerfahren ist, an und bedauert dies zutiefst.
Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung daher dazu auf, sicherzustellen, dass geschlechtszuweisende und -anpassende Operationen an minderjährigen intersexuellen Menschen vor deren Einwilligungsfähigkeit grundsätzlich verboten werden.“

Es schließen sich weitere sehr gute Forderungen an. Die Anträge im Volltext finden sich hier: Die.Linke und Bündnis 90 / Die Grünen. Eine erste Bewertung hat Zwischengeschlecht.info vorgenommen: hier.

Buchvorstellungen zur Leipziger Buchmesse: Wer macht Demo_kratie? / Intersexualität / Biologie & Homosexualität

Buchvorstellungen im Rahmenprogramm der Leipziger Buchmesse:

14. März 2013, Frauenkultur (Windscheidstr. 51), ab 19:00 Uhr:

Intersexualität – Intersex: Eine Intervention
Heinz-Jürgen Voss / Unrast Verlag: Oft werden bei der Diagnose ‚Intersex‘ im Säuglings- und frühen Kindesalter operative und hormonelle Eingriffe vorgenommen, um ein möglichst eindeutiges Erscheinungsbild der Genitalien zu erreichen. Von den Interessensvertretungen der Intersexe werden diese Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend beschrieben. Der Band stellt ihre Position und den aktuellen wissenschaftlichen Stand vor – auch die neuesten Ergebnisse, die der Deutsche Ethikrat nicht würdigte.
Veranstaltungsinfos: http://www.frauenkultur-leipzig.de/Programm/Programm.html (14. März).
Buch: http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/intersexualitaet-intersex-407-detail .

Wer macht Demo_kratie. Kritische Migrationsforschung
Duygu Gürsel und Zülfukar Çetin (Hrsg.), Koray Yilmaz-Günay und Salih Alexander Wolter (Autoren) / edition assemblage: Wer MACHT Demo_kratie? lautet die zentrale Frage des Sammelbandes. Die Autor_innen setzen sich in ihren Beiträgen u.a. mit Migrations- und Flüchtlingspolitiken, Demokratie, Kapitalismus, Rassismus, Homonationalismus, Kolonialismus, Feminismus, sozialen Kämpfen und migrationsbezogener Sozialer Arbeit auseinander.
Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen und andere politischen Akteur_innen kommen hier zu Wort und bringen Alternativen für politisch-wissenschaftliche Auseinandersetzungen zum Ausdruck.
Neben den beiden Herausgeber_innen des Bandes werden die zwei Autoren Koray Yilmaz-Günay und Salih Alexander Wolter anwesend sein und ihren Beitrag „Pink Washing Germany? Der deutsche Homonationalismus und die «jüdische Karte»“ vorstellen.
Veranstaltungsinfos: http://www.frauenkultur-leipzig.de/Programm/Programm.html (14. März).
Buch: http://www.edition-assemblage.de/wer-macht-demo_kratie/ .

16. März 2013, 17:00 Uhr, linXXnet (Bornaische Str. 3d):

Biologie & Homosexualität. Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext
Heinz-Jürgen Voß, UNRAST Verlag 2013: Der Biologe Heinz-Jürgen Voß erläutert die historischen und aktuellen biologischen Forschungen zur „Homosexualität“. Dabei stehen Theorien der Keimdrüsen- und Hormonforschung, der Genetik, Neurobiologie und Evolutionsbiologie sowie ihre jeweiligen Methoden im Fokus. Der Autor arbeitet heraus, dass die Forschung vielfach von dem Ziel geleitet war, gleichgeschlechtliches sexuelles Begehren auszulöschen.
Veranstaltungsinfos: http://www.left-action.de/dates0.shtml (16. März).
Buch: http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/biologie-amp-homosexualitaet-409-detail .

Persson Perry Baumgartinger zum Buch „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“: „Eine verständlich geschriebene Einführung in ein Thema, das alle angeht.“

In der sehr schönen Zeitschrift „Stimme von und für Minderheiten“ – alle Ausgaben sind auch als pdf-Dokumente zugänglich! (vgl. unten) – hat Persson Perry Baumgartinger das Buch „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ rezensiert. Baumgartinger schreibt unter anderem:

„Das Buch bietet einen kritischen Blick auf Intersex als machtvolle Konstruktion mit gewaltvollen Konsequenzen für Menschen und zeigt die zentrale Rolle von Medizin, Staat und christlicher Kirche in diesem Machtgefüge. Voß beschreibt, wie Geschlecht im Laufe der Geschichte konstruiert wird und was das mit Intersex als Zwangsdiagnose, einem medizinischen Apparat als „Versuchslabor“ und Menschenrechtsverletzungen an Intersex-Personen zu tun hat.“ Es handelt sich um „[e]ine verständlich geschriebene Einführung in ein Thema, das alle angeht.“ (Stimme von und für Minderheiten, Nr. 85, S.33)

Eine Übersicht über die bisher erschienenen Rezensionen findet sich hier.

Hier die Titel der Hefte. Die Hefte sind auch als pdf-Dateien frei zugänglich auf der Homepage der Zeitschrift: Stimme von und für Minderheiten
. Die Zeitschrift kann aber auch abonniert werden!

Hefte:
Nr. 84: Roma Inklusion
Nr. 83: Austria, give me some noise
Nr. 82: Sprache
Nr. 81: Jüdisches (Über-)Leben
Nr. 80 Nichts über uns – ohne uns!
Nr. 79: 20 Jahre Stimme
Nr. 78: Warum die Türken?
Nr. 77: Queere Identitäten (mehr…)

Missy Magazine zu „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“

Sonja Erkens hat „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“, das sich auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen die geschlechtszuweisenden medizinischen Praxen bei intergeschlechtlichen Menschen richtet, bei Missy Magazine besprochen. In der Besprechung heißt es unter anderem: „Mit der ebenso seltenen wie fruchtbaren Kombination aus biologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive entlarvt Voß das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit vielmehr als gesellschaftliches Produkt denn als medizinischen Fakt.“ Auf seiner Basis werden intergeschlechtliche Menschen – so Erkens weiter – „mit medizinischer Brachialgewalt zwangsweise ‚vereindeutigt‘. Die entsprechenden Passagen über das ebenso beherzte wie selbst vor den Betroffenen geheim gehaltene Abschneiden oder Zunähen unerwünschter Geschlechtsmerkmale lesen sich zwar wie von Dr. Frankenstein höchstselbst erdacht, zeigen aber auf eindrückliche Weise, wie kompliziert und aufwändig es bisweilen sein kann, so etwas vordergründig Banales wie “Normalität” herzustellen.“ Die vollständige Besprechung findet sich hier.

Informationen zum Buch finden sich hier.

Eine Übersicht über die bisher erschienenen Rezensionen ist hier online.

Rezension von „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ in „progress – Magazin der österreichischen HochschülerInnenschaft“

Andrea*s Jackie Klaura rezensierte „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ für progress – Magazin der österreichischen HochschülerInnenschaft. In der Besprechung hält Klaura unter anderem fest: „[D]ieses kompakte Büchlein [entwickelt] das Potential zur breit verwendbaren Argumentationsgrundlage für medizinisch- und juristisch-politische Debatten. […] Ähnlich wie in der ausführlicheren und als Grundlage zu empfehlenden Einführung in das Thema Geschlecht. Wider die Natürlichkeit (2011. Schmetterling Verlag) versteht es Voß, wissenschaftliche Sachverhalte auch in historische und aktuelle gesellschaftliche Kontexte einzubinden. Trotz des wissenschaftlichen Charakters ist der Biologe Voß dabei stets darum bemüht, die Sachverhalte in allgemein-verständlicher Weise zu erläutern.“ Die Besprechung ist in Kürze neben der gedruckten Form auch online verfügbar.

Informationen zum Buch finden sich hier.

Eine Übersicht über die bisher erschienenen Rezensionen ist hier online.

Zur Lieferbarkeit von „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“

Da der Buchhandel bei „Intersexualität – Intersex“ derzeit zuweilen die Auskunft gibt: „vorbestellbar“. Das Buch geht nur gut und der Buchhandel kommt mit liefern nicht nach. Im Zweifel einfach direkt beim Verlag bestellen ( http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,417,18.html ) – oder, wenn es nicht eilt, bei eurer queer-feministischen, linken oder örtlich einfach nahen Buchhandlung einfach ein paar Tage warten! :-)

Wunderbare – kritische und wertschätzende) – Rezension von „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ bei Kritisch-lesen.de

Kritisch-lesen verdient ein großes Lob! Was man sonst nur noch selten findet, machen in dieser Ausgabe die Rezensent_innen sehr gut: Bücher werden weder mit einer „Lobhudelei“, noch mit einem „Verriss“ bedacht, sondern sie werden tatsächlich aufgenommen und rezipiert. Die Rezensent_innen gucken, was sie mit dem konkreten Werk anfangen können und welchen – möglicherweise auch praktischen – Nutzen es hat. In diesem Sinne ist die gesamte Ausgabe von Kritisch-lesen (Nr. 21) sehr lesenswert.

Martin Brandt hat auf diese kritische und wertschätzende Weise „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ besprochen, das gerade im Unrast-Verlag erschienen ist. Und weil Salih Alexander Wolter die Qualität der Besprechung so schön herausgearbeitet hat, hier einfach ein kurzes Zitat:

„Wie gut, dass es kritisch-lesen gibt, wo man sich mit Büchern wirklich ernsthaft auseinandersetzt. In der neuesten Ausgabe z. B. mit Heinz-Juergen Voss´ «Intersexualität – Intersex: Eine Intervention». Frage: Ist Heinzi über seiner beharrlichen wissenschaftlichen Argumentation zu «brav» geworden? Antwort: Nein. «Um nicht einen Teil der Intersexe zu übergehen und sie für queere Politikentwürfe zu instrumentalisieren, kann Voß im realpolitischen Rahmen nur mithilfe empirischer Studien zu überzeugen versuchen, dass die Geschlechtsangleichungen in Gänze ablehnungswürdig sind. Insofern zeigt sich seine Intervention auf den zweiten Blick sensibel, strategisch sinnvoll und hält, was sie verspricht: nämlich die Debatte für radikalere Forderungen offen zu halten.» Und dann dieser wunderbare Schluss, der verrät, dass hier jemand genau verstanden hat, welch radikal-emanzipatorisches Anliegen den Autor treibt: «Eine Ethik nämlich, die ihrem Namen gerecht würde, müsste sich radikal für das Selbstbestimmungsrecht der Intersexe einsetzen und deren Maximalforderungen bedingungslos umsetzen. Sie sind es schließlich, die die eigentliche Expertise besitzen […] Die von Voß vorgelegte Intervention […] stützt wissenschaftlich diesen Expert_innenstatus.»“ (Salih Alexander Wolter)

Und hier geht es zur vollständigen Besprechung.

Rezensionen des Buches „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ (von Heinz-Jürgen Voß)

Sie sind und du bist herzlich eingeladen, selbst eine Besprechung zu verfassen. Für ein Rezensionsexemplar wenden Sie sich gern direkt an mich (voss_heinz(ätsch)yahoo.de) oder an den Verlag.

Übersicht über die erschienenen (und mir bekannten) Besprechungen:

Unter dem Titel „Sich bewegende Verhältnisse in Bewegung halten“ rezensierte Anja Gregor das Buch auf Mädchenblog. In der Besprechung heißt es u.a.: „Voß [zeigt], dass die Zurichtungen intergeschlechtlicher Körper ihren Ursprung in der gesellschaftlichen Vorstellung von Geschlechtlichkeit und ihrem Wandel seit der Aufklärung haben, dass die Forderungen des Ethikrates entscheidende Lücken in der Rezeption des (medizinkritischen) Diskurses in Form von Outcome-Studien aufweist und auch deshalb weit hinter den Forderungen der Inter*-Bewegung zurückbleiben muss. Die Veröffentlichung ist ein Beitrag, diese Lücke rechtzeitig zu schließen, um damit – hoffentlich – in weitere politische Entwicklungen zu intervenieren.“ Zur vollständigen Rezension.

Martin Brandt hat „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ auf www.kritisch-lesen.de besprochen. Die vollständige Besprechung findet sich hier.

Eine erste Einordnung des Buches nimmt Seelenlos auf Zwischengeschlecht.info vor und kündigt eine genauere Besprechung an. Auf Zwischengeschlecht.info heißt es: „Voß ist einer der leider raren Geschlechterforscher, bei dem die inhaltliche Kritik an der vereinnahmenden Ausblendung der Menschenrechtsverletzungen an Zwittern offensichtlich nicht nur zum einen Ohr rein und zum andern flugs wieder raus ging, sondern der die Argumente und Quellen auch zur Kenntnis nahm und seither immer mal wieder beweist, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat und die Anliegen der Überlebenden von kosmetischen Genitaloperationen ernst nimmt.“ Hier gehts weiter.

Ulrike Kümel besprach das Buch bei Queer.de. In der Rezension heißt es unter anderem: „Dieses Buch enthält alles, was mensch für den Kampf gegen die halbherzige „Empfehlung des Ethikrates“ benötigt. […] Der Autor Dr. Heinz-Jürgen Voß stellt in seiner Argumentation die vielen relevanten wissenschaftlichen Untersuchungen der Medizin und Biologie dar, die – fern jeglicher Seriosität – vom Ethikrat für seine Stellungnahme ignoriert wurden und zu obiger Fehlentscheidung führte. Er schreibt kompakt und für alle leicht verständlich und nachvollziehbar.“ Zur Rezension bei Queer.de.

Andrea*s Jackie Klaura rezensierte „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ für progress – Magazin der österreichischen HochschülerInnenschaft. In der Besprechung hält Klaura unter anderem fest: „[D]ieses kompakte Büchlein [entwickelt] das Potential zur breit verwendbaren Argumentationsgrundlage für medizinisch- und juristisch-politische Debatten. […] Ähnlich wie in der ausführlicheren und als Grundlage zu empfehlenden Einführung in das Thema Geschlecht. Wider die Natürlichkeit (2011. Schmetterling Verlag) versteht es Voß, wissenschaftliche Sachverhalte auch in historische und aktuelle gesellschaftliche Kontexte einzubinden. Trotz des wissenschaftlichen Charakters ist der Biologe Voß dabei stets darum bemüht, die Sachverhalte in allgemein-verständlicher Weise zu erläutern.“ Die Besprechung ist, neben der gedruckten Form, hier auch online verfügbar.

Ulrike / Gundula Hase besprach das Buch für „Rosige Zeiten“ und „Die andere Welt“ und folgert: „Fazit: Ein sehr gut lesbares Buch, das die neue Entwicklung der Intersex-Diskussion nicht nur darstellt, sondern auch konkrete Hilfestellungen gibt, den Kampf gegen die Empfehlung des Ethikrates wieder anzufachen.“ Die Besprechungen finden sich hier (Heft Nr. 142, S.20f) und hier.

Sonja Erkens hat „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“, das sich auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen die geschlechtszuweisenden medizinischen Praxen bei intergeschlechtlichen Menschen richtet, bei Missy Magazine besprochen. In der Besprechung heißt es unter anderem: „Mit der ebenso seltenen wie fruchtbaren Kombination aus biologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive entlarvt Voß das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit vielmehr als gesellschaftliches Produkt denn als medizinischen Fakt.“ Auf seiner Basis werden intergeschlechtliche Menschen – so Erkens weiter – „mit medizinischer Brachialgewalt zwangsweise ‚vereindeutigt‘. Die entsprechenden Passagen über das ebenso beherzte wie selbst vor den Betroffenen geheim gehaltene Abschneiden oder Zunähen unerwünschter Geschlechtsmerkmale lesen sich zwar wie von Dr. Frankenstein höchstselbst erdacht, zeigen aber auf eindrückliche Weise, wie kompliziert und aufwändig es bisweilen sein kann, so etwas vordergründig Banales wie “Normalität” herzustellen.“ Die vollständige Besprechung findet sich hier.

Winter-Katalog von Loewenherz.at: „Dieses Büchlein gibt einen Überblick über den aktuellen Stand in der noch lange nicht abgeschlossenen Intersexualitätsdebatte. […] Die Position der Intersexe wird in diesem Band ebenso berücksichtigt wie der aktuelle Stand in den damit befassten Wissenschaften. Auch neueste Forschungsergebnisse sind hier eingeflossen.“ Hier online: lesbischer Schwerpunkt (S.31) / schwuler Schwerpunkt (S.34).

Persson Perry Baumgartinger hat das Buch „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ in der Zeitschrift „Stimme von und für Minderheiten“ rezensiert und schreibt unter anderem: „Das Buch bietet einen kritischen Blick auf Intersex als machtvolle Konstruktion mit gewaltvollen Konsequenzen für Menschen und zeigt die zentrale Rolle von Medizin, Staat und christlicher Kirche in diesem Machtgefüge. Voß beschreibt, wie Geschlecht im Laufe der Geschichte konstruiert wird und was das mit Intersex als Zwangsdiagnose, einem medizinischen Apparat als „Versuchslabor“ und Menschenrechtsverletzungen an Intersex-Personen zu tun hat.“ Es handelt sich um „[e]ine verständlich geschriebene Einführung in ein Thema, das alle angeht.“ (Stimme von und für Minderheiten, Nr. 85, S.33)

Bettina Enzenhofer besprach das Buch in an.schläge – das feministische monatsmagazin. In der Rezension heißt es unter anderem: „‚Intersexualität – Intersex. Eine Intervention‘ ist eine unbedingte Empfehlung für alle, die sich in den Status quo in puncto Intersex einlesen wollen. Denn wie schon in seinen letzten Veröffentlichungen gelingt es Voß auch diesmal sehr gut, komplexe biologisch-medizinische Sachverhalte in einen gesellschaftlichen Zusammenhang zu betten, und das in einer auch für Nicht-(Natur-)Wissenschaftler_innen nachvollziehbaren Weise.“ (an.schläge, februar 2013, S.39)

Kerstin Schumann schreibt auf Geschlechtergerechtejugendhilfe.de: „Buchtipp: Intersexualität – Intersex: Verständlich, übersichtlich und kurz formuliert stellt die Veröffentlichung „Intersexualität – Intersex“ von Heinz-Jürgen Voß verschiedene Diskurse zum Umgang mit Intersexualität dar. Verdeutlicht werden wissenschaftliche Erkenntnisse, ethische Diskussionen und Forderungen der Intersex-Verbände.“ Kerstin Schumann, 22.3.2013, online bei Geschlechtergerechtejugendhilfe und bei JugendInfoSevice Sachsen-Anhalt.

Die Online-Zeitschrift verrönscht und zugenetzt beurteilt das Buch wie folgt: „Voß möchte mit seinem kleinen Büchlein anlässlich der kürzlich vom Deutschen Ethikrat veröffentlichten Stellungnahme »Intersexualität« in die Debatte intervenieren. Das Gremium kritisiert zwar die zweigeschlechtliche Norm und empfiehlt, neben »männlich« und »weiblich« eine dritte geschlechtliche Kategorie offiziell festzuschreiben. Abgesehen davon, dass hier eine an sich diskriminierende Bezeichnung wie »anderes« vorgeschlagen wird, spricht sich das Papier auch nicht gegen die geschlechtsangleichenden Eingriffe im Kindesalter aus. Wie Voß aufzeigt, kommt es dabei aber häufig zu medizinischen Komplikationen und psychischen Problemen. Betroffen Beschreiben die Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend. »Damit ergibt sich notwendig: Da die Behandlungspraxis den behandelten Menschen schadet und nicht nutzt, muss sie dem medizinischen Grundsatz und Ethos gemäß aufgegeben werden.« Stattdessen sei die Förderung der Anerkennung von Verschiedenheit und soziale Betreuung und Begleitung von Diskriminierung betroffener Intersexen einzig sinnvoll.“ (vollständige Besprechung)

Simone Emmert besprach „Intersexualität – Intersex: Eine Intervention“ bei Querelles-net – Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung und schreibt unter anderem: „Die Intervention zu Intersexualität – Intersex erweist sich als ein kleines, aber feines Buch, das einen gelungenen Einstieg in die aktuelle politische Debatte gibt. Als besonders wertvoll lassen sich der Überblick und die Diskussion um die Ergebnisse der sogenannten Outcome-Studien ansehen; hieraus wird deutlich abgeleitet, dass geschlechtszuweisende chirurgische und/oder hormonelle Eingriffe intersexen Menschen eher schaden als nützen. Voß gibt damit eine der ersten wenigen publizierten kritischen Stellungnahmen aus wissenschaftlicher Aktivensicht ab. Das Buch ist flüssig und leicht verständlich geschrieben und macht Lust, sich weiter in das noch immer sehr konfliktbeladene und emotionale Thema um den Kampf auf Selbstbestimmung sowie um Respekt, Toleranz und Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit einzulesen.“ Simone Emmert, in: querelles-net – Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, 2013, Nr. 2, online

Die Übersicht wird hier weitergeführt.