„double blind“: Zum Ursprung von Wissen im biologisch-medizinischen Bereich

Raum-21.org: Bei Marion Denis’ Arbeit »double blind« handelt es sich um eine künstlerische Untersuchung des Ursprungs von Wissen im biologisch-medizinischen Bereich. Sie wirft einen genauen Blick auf die naturwissenschaftlichen Prozesse, die sich mit dem chromosomalen Geschlecht beschäftigen. Am meisten interessiert Denis dabei die Herstellung von wissenschaftlichen Tatsachen und die Wirkmacht von Normierungen. Mit welcher Methode soll das biologische Geschlecht erkannt und festgelegt werden? Wie und womit nehmen Forschende wahr? Wie produzieren sie ihre Bilder?

Die Arbeit »double blind« besteht aus zwei fotografischen Teilen. Zum einen Schwarzweißfotos, die von der Laborleiterin eines humangenetischen Labors fotografiert wurden. Sie wurde gebeten, die Dinge abzulichten, die wichtig für ihre Arbeit sind. Der andere Teil zeigt von Marion Denis aufgenommene Farbfotos. Diese verfolgen den Prozess einer Chromosomendarstellung im Labor. Den Textteil von »double blind« bildet ein Gespräch zwischen Marion Denis und oben erwähnter Biologin, welches um Erkenntnissuche und Laborerfahrungen kreist.

Das Buch »double blind« wurde 2012 vom Berliner Verlagshaus Revolver Publishing veröffentlicht. Die Texte wurden von Stefanie Kreuzer und Heinz-Jürgen Voß verfasst.

Ausführlich bei Raum-21.
Informationen zum Buch.
Homepage von Marion Denis.

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