„Homosexualität als Konzept“ – Interview beim Magazin „Leo“

Ich weise gern auf das Interview beim Münchner Magazin Leo hin. Geführt hat es Eric Hegmann. Im Folgenden nur ein kurzer Auszug – das vollständige Interview findet sich auf der unten verlinkten Seite:

[Frage, Eric Hegmann] Schwul, lesbisch, bi, transgender… Die Genderforschung wird von den meisten als theoretische Diskussion wahrgenommen. Welche Anforderungen stellt das an die Biologie?
[Antwort, Heinz-Jürgen Voß] Die Genderforschung hat mittlerweile exzellente Ergebnisse vorgelegt, die häufig sehr praktisch orientiert sind. Wichtige deutschsprachige und queere Forschungsarbeiten sind etwa von Fatima El-Tayeb, Jin Haritaworn, Zülfukar Çetin und María do Mar Castro Varela. Aus den Arbeiten werden klare Handlungsmöglichkeiten deutlich, wie Diskriminierung und Gewalt bekämpft werden können. Klar wird auch, dass Sexismus, Rassismus und Klassismus gemeinsam analysiert werden müssen, um wirkungsvolle Handlungskonzepte gegen die Diskriminierung und Gewalt zu entwickeln. Auch bezogen auf die Biologie gibt es sehr gute und praktisch orientierte Arbeiten, etwa von den Biologinnen Anne Fausto-Sterling und Sigrid Schmitz und dem Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha. Sie gehen darin gerade den Vorannahmen und den methodischen Fehlern der Forschungen nach. Möglicherweise sind gerade deshalb Forschungsarbeiten aus dem Genderbereich weniger gern gesehen, weil sie alt geglaubte Gewissheiten einfach in Frage stellen und sie den „Schwanz“ in der Forschung – die Dominanz weißer Männer – in Frage stellen.“

Zum ganzen Interview.

Zum im Interview besprochenem Buch „Biologie & Homosexualität“.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • Add to favorites
  • MisterWong