taz-Rezension zu „Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“

Sonja Vogel hat in taz.die tageszeitung den Band „Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“" sehr positiv besprochen. Unter dem Titel „In den Hosen der anderen“ zeichnet die taz-Kolumnistin die deutsche Beschneidungsdebatte und die dort geäußerten Vorannahmen Mehrheitsdeutscher nach. Vogel schreibt u.a.:

„Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter fragen, warum ausgerechnet jene, „die über einen mehrheitsdeutschen Hintergrund verfügen, unentwegt über den Verlust der Vorhaut klagen (können), die sie selbst in der Regel besitzen“ […]. Hinter dem Pochen auf das universelle Recht auf „körperliche Unversehrtheit“ lauert nach ihrer Darstellung der Paternalismus gegenüber den Partikularisierten. Es heißt: Wir, die Aufgeklärten und ihr, mit eurer Bringschuld gegenüber unserer fortgeschrittenen Gesellschaft.

Die Blindheit gegenüber einer Realität der Ausgrenzung, die eisern regelt, wer über was sprechen darf, entlarvt die Sprecher selbst als deren Nutznießer. Schließlich bewegen wir uns in einem Kontext, in dem die christlich säkularisierte Mehrheit die „jüdisch-christliche Tradition“, die sie nun aufkündigt, erst konstruiert hatte – um eine lange Tradition des Antisemitismus vergessen zu machen – in dem sich die antiislamische Kulturkampf-These etabliert hat.“

Zum vollen Text von Sonja Vogel.

Übersicht über die bisher erschienenen Rezensionen.

Terminhinweis – Buchvorstellung und Diskussion in Leipzig: 4. Februar (19:00 Uhr), Leipzig: Universität, Referat für Gleichstellung, in Kooperation mit linXXnet e. V.: „Die deutsche Beschneidungsdebatte: Antisemitismus – Rassismus – Atheismus“ – Infos!

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