Veranstaltungen zu Intersex / Intersexualität in Halle (12.7.) und Leipzig (18.7.)

Halle: 12. Juli | 20 Uhr | Infoladen Glimpflich / VL Ludwigstraße 37

Film: „Die Katze wäre eher ein Vogel“ (Melanie Jilg)
Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Dieses dokumentarische Experiment will keinen Versuch machen, das medizinisch-biologische “Phänomen” Intersex zu erklären. Mediziner/Innen werden in diesem Film nicht zu Wort kommen; ebenso wenig werden Bilder von “uneindeutigen” Genitalien zu sehen sein . Es geht darum, das Thema Intersex von einer anderen Seite zu betrachten, nicht von der Seite der Medizin, die noch immer die Macht der Kategorisierung innehat, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind und die die intersexuellen Geschlechtsvariationen zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen macht .

Im Anschluss: Diskussion (und falls gewünscht Input)
mit Heinz-Jürgen Voß „Intersex – nach der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates „Intersexualität“ ist weiteres Streiten notwendig“

Oft werden bei der Diagnose «Intersex» im Säuglings- und frühen Kindesalter operative und hormonelle Eingriffe vorgenommen, um ein möglichst eindeutiges Erscheinungsbild der Genitalien zu erreichen. Von den Interessensvertretungen der Intersexe werden diese Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend beschrieben. Es wird der Stand der Diskussion vorgestellt und wird dargestellt, warum die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates nicht überparteilich ist und dass es problematisch ist, dass sie die aktuellen und internationalen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum anatomischen und funktionalen Behandlungsergebnis und zur Behandlungszufriedenheit nicht berücksichtigt. Mögliche Auswege werden skizziert.

Leipzig / 18. Juli / 19 Uhr Libelle / Kolonnadenstraße 19

Intersexualität – Intersex – Eine Intervention
Vortrag mit Heinz-Jürgen Voß nach der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates „Intersexualität“

Oft werden bei der Diagnose «Intersex» im Säuglings- und frühen Kindesalter operative und hormonelle Eingriffe vorgenommen, um ein möglichst eindeutiges Erscheinungsbild der Genitalien zu erreichen. Von den Interessensvertretungen der Intersexe werden diese Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend beschrieben. Der Deutsche Ethikrat berücksichtigte sie nicht für seine Anfang 2012 veröffentlichte Stellungnahme zum Umgang mit Intersexualität. In dem Input wird der Stand der Diskussion vorgestellt und darauf eingegangen, warum die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates nicht überparteilich ist.
Heinz-Jürgen Voß (Dipl. Biol., Dr. phil.) promovierte sich 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischer Geschlechtertheorien an der Universität Bremen.

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1 Antwort auf “Veranstaltungen zu Intersex / Intersexualität in Halle (12.7.) und Leipzig (18.7.)”


  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Unsichtbare Sportlerinnen und das „natürliche Rasierbedürfnis“ – kurz verlinkt Pingback am 12. Juli 2012 um 11:01 Uhr
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