Dokumentation der Tagung in Dresden: Trans* und Inter*: Geschlechtsidentitäten in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft (Jana Mittag bei boell.de)

„Auf der Internationalen Konferenz „Transgender und Intersex in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft“ kamen erstmals im deutschen Sprachraum verschiedenste Disziplinen und Akteur_innen zu den Themen Transgender und Intersex zusammen. Inhaltlich wurde deutlich: Vor allem im menschenrechtlichen und ethischen Bereich wurden in den letzten zwei Jahren große Fortschritte in Richtung Antidiskriminierung und Selbstbestimmung für Trans* und Inter*Menschen erzielt. Allerdings sollte nun vor allem die Medizin dringend ihren Anspruch auf vermeintlich eindeutige Geschlechtsklassifikation überdenken und geschlechtsverändernde Maßnahmen im Kindesalter mit dem Ziel einer „eindeutigen Geschlechtszuweisung“ dringend einstellen. In jedem Falle sollten die Bedürfnisse von Trans* und Inter*Menschen im Mittelpunkt stehen und eventuell gewünschte Behandlungen von den Betroffenen nach dem Prinzip des informed consent selbst gewählt werden. Im Austausch der Disziplinen und ihrer Forschungsmethoden wurde auch ersichtlich, dass Transgender und Intersex vom Forschungsobjekt zum Subjekt und zu selbst Forschenden werden wollen sowie „Expert_innen in eigener Sache“ sind. Dafür hält die partizipativ orientierte, sogenannte „betroffenenkontrollierte“ Forschung vielversprechende Ansätze bereit.“ weiter hier, bei boell.de

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