„Straßen aus Zucker“ empfehlen „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“

In der aktuellen Ausgabe der „Straßen aus Zucker“ findet sich auch eine „kleine Empfehlung des Buches ‚Geschlecht: Wider die Natürlichkeit‘“ (S.20). Dort heißt es unter anderem: „Voß geht auch als Biolog_in davon aus, dass der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, und somit das, was als ,natürlich‘ gilt, genauso menschengemacht ist, wie die Gesellschaft in der der Mensch lebt. In seinem Buch zeigt er, wie sich Ansichten in der Gesellschaft über Geschlechter und ihre Rollenbilder gewandelt haben – denn nicht immer wurde von einer Geschlechterdifferenz ausgegangen. Anschaulich und kurzweilig skizziert Voß die Achterbahnfahrt der Geschichte nach: von griechisch-antiken Theorien zu Ein- oder Mehrgeschlechtlichkeit über moderne Geschlechterforschung bis zu den neuesten Ergebnisse und Diskursen in der Medizin und Biologie. Dabei erwarte[t] Dich […] ein nachvollziehbarer Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft, der auf viele Geschlechter und Individualitäten der Körper verweist.“ Die gesamte Ausgabe der „Straßen aus Zucker“ ist hier als pdf-Datei online.

Eine Übersicht über die bereits erschienenen Rezensionen findet sich hier.

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6 Antworten auf “„Straßen aus Zucker“ empfehlen „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“”


  1. 1 Christian 08. September 2011 um 9:37 Uhr

    „ein nachvollziehbarer Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft, der auf viele Geschlechter und Individualitäten der Körper verweist.“

    Meiner Meinung nach ist der aktuelle Stand der Wissenschaft dabei eher etwas kurz gekommen.
    Vielleicht magst du ja meine Besprechung auch noch in deine Liste aufnehmen:
    http://allesevolution.wordpress.com/2011/08/04/besprechung-heinz-jurgen-voss-making-gender-revisited/

    Nach wie vor waere ich an einer Kritik meiner Kritik interessiert.

  2. 2 Administrator 09. September 2011 um 9:34 Uhr

    Hallo Christian,
    ich möchte auf deine Kommentare nicht mehr antworten, weil du auch auf einem Blog recht wohlwollend kommentiert hast, der explizit zu rassistischen und sexistischen Kommentaren einlädt und der Hakenkreuze postet.
    Der Beitrag auf deiner Homepage ist ein Beitrag, in dem du deine Position diskutierst, jedoch kaum auf das Buch eingehst. Sofern du dich explizit von solchen rechtsextremen Blogs distanzierst, können wir inhaltlich darüber diskutieren.
    Grüße H Voß

  3. 3 Christian 09. September 2011 um 11:08 Uhr

    @Voss

    Also du verstehst keine Satire?
    Auf dem Blog wird satirisch auf den REchtsvorwurf eingegangen. Der Blog ist nicht rechtsextrem, sondern betont die Meinungsfreiheit.

    Ich nehme aber an, dass du auch nicht mehr mit Mel Brooks redest, solange er sich nicht von seinem eigenen Auftritt in Naziuniform distanziert?

    Ich distanziere mich gerne von allen rechtsextremen Inhalten. Ich lehne solche Positionen ab. Das sollte auf meinem Blog ja hinreichend deutlich werden.

    Wenn du dort nicht kommentieren willst ist das natuerlich deine Sache. Du kannst ja hier einen Artikel schreiben… wenn du Gegenargumente hast?

  4. 4 Administrator 09. September 2011 um 13:40 Uhr

    Die Ausführungen sind in der getroffenen Art leider nicht als satirisch erkennbar, gerade in der Auseinandersetzung mit Andreas Kemper. Der Blog-Betreiber und Autor greift dort direkt auf eine Abbildung eines Reichsadlers mit Hakenkreuz zurück, aus dem gesamten Beitrag geht keinerlei Satire hervor. Auch in den Verhaltensweisen für den Blog fordert der Betreiber direkt zu rassistischen und sexistischen Beiträgen auf – und bekommt sie ja auch, wie sich unter den Beiträgen zeigt. Für Ironie und Satire bin ich gern zu haben, aber es muss noch sichtbar werden, dass es ironisch, satirisch gemeint ist. Ansonsten ist es schlicht rechtsradikal, neofaschistisch.

    Auf deinem Blog ist das noch nicht deutlich – vielmehr hast du dich zu Rechtsradikalismus dort noch nicht geäußert. Vielleicht machst du es ja mal – dann können du und ich auch wieder diskutieren. Diskussion dann aber auch direkt, gebloggt mit Argumenten und Gegenargumenten und Gegengegenargumenten… haben wir doch vor einem Jahr ausreichend.

  5. 5 Christian 16. September 2011 um 13:35 Uhr

    @Voss

    „Die Ausführungen sind in der getroffenen Art leider nicht als satirisch erkennbar, gerade in der Auseinandersetzung mit Andreas Kemper. “

    Er sagt, dass der Reichsadler mit Hakenkreuz nach Auffassung Kempers das Symbol der Männerbewegung ist und legt dann dar, dass der Rechtsvorwurf der Diskreditierung dient. Er führt dann an: „Wie man es also dreht, sind Antifeministen rechts. Selbst Arne Hoffmann, der die gleichen Initialen wie Adolf Hitler hat, war mal rechts und sein linkisches Auftreten ist nur Fassade.“

    Arne Hoffmann ist eindeutig links, eines der Hauptthemen seines Blogs ist der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit.
    Zudem verweist Kirk darauf, dass Teile der Männerbewegung eindeutig links sind.
    Hast du den Artikel überhaupt im Original gelesen?

    „Auf deinem Blog ist das noch nicht deutlich – vielmehr hast du dich zu Rechtsradikalismus dort noch nicht geäußert. Vielleicht machst du es ja mal – dann können du und ich auch wieder diskutieren.“

    Mein Blog hat eben ein anderes Thema als den Rechtsradikalismus. Aber ich habe mich natürlich wenn es aufkam dagegen ausgesprochen, zB
    http://allesevolution.wordpress.com/2011/05/03/osama-bin-laden-sein-tod-und-frauen-beschutzen/#comment-9917
    Oder hier, wo ich kurz anführe, dass meine Position gerade nicht mit einem Rassismus kompatibel ist:
    http://allesevolution.wordpress.com/2010/11/17/manner-finden-korperliche-schonheit-attraktiv-frauen-finden-sozialen-status-attraktiv/#comment-2379

    Es lassen sich durchaus weitere Distanzierungen finden.

    „Diskussion dann aber auch direkt, gebloggt mit Argumenten und Gegenargumenten und Gegengegenargumenten… haben wir doch vor einem Jahr ausreichend.“

    Wie meinst du das? Per Email?

  6. 6 Administrator 17. September 2011 um 15:08 Uhr

    Lieber Christian,

    ich weiß nicht, wo du die Grenze ziehen willst. Wenn ein beitrag explizit mit einer Abbildung von Reichsadler und Hakenkreuz eröffnet und anschließend nichts ironisches kommt, ist das für mich neofaschistisch. Auf dem Blog heißt es zudem in der „Hauptdirektive“ als vollständiger Text: „Um allen Besuchern dieses Logbuchs ein möglichst angenehmes und konstruktives Diskussionsklima zu ermöglichen, sind antisemitische, frauenfeindliche, rassistische, sexistische, homophobe, transphobe, rechtsradikale, islamophobe und gender- ungerechte Meinungsäußerungen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.“ Wo ist da eine ironische oder satirische Distanzierung? Das ist handfest rechtsradikal und leistet solchen Strömungen Vorschub – und ich verstehe nicht, warum du diesen offensichtlich rechtsradikalen Mann verteidigst.

    Mit ‚direkter Diskussion‘ meine ich einfach in einem Café, z.B. in Leipzig.

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