Archiv für Oktober 2010

„Die politische Rechte liebt Gene – sie sollen Armut und Seelenleiden erklären. Die Genomforschung schüttelt den Kopf.“ (der Freitag, Nr. 43, S.18)

Aktuell sei auf den lesenswerten Artikel „Der Code des linken Geistes“ in der Zeitschrift „der Freitag“ (gedruckte Ausgabe vom 28.10.2010; Nr. 43, S.18) hingewiesen. Dort wird einmal mehr dargestellt, dass mit dem Humangenomprojekt 2001 wesentliche Annahmen der Genetik korrigiert werden mussten. Mit der sich nun zeigenden geringen Anzahl von „Genen“ beim Menschen erscheint es unwahrscheilich, dass weitreichende Merkmale auf Erbsubstanz zurückzuführen sind. Stattdessen stellen sich Umwelt und Sozialisation als die tatsächlich bedeutsamen Faktoren dar.

Veranstaltungen in Hannover: Der Krieg der „Schwestern“ – Die neue Menschlichkeit des Militärs?


(Abbildungsmotiv mit freundlicher Genehmigung von http://asta-bochum.de/gug/ )

Veranstaltungsreihe mit den folgenden Veranstaltungen:
Mittwoch, 10.11.2010: „Kriegsursache Männlichkeit“ mit Andreas Heilmann (Institut für Sozialwissenschaften der HU Berlin)
Freitag, 26.11.2010: „Gender trouble in der Bundeswehr“ mit Dr. Cordula Dittmer (Zentrum für Konfliktforschung, Universität Marburg)
Mittwoch, 12.01.2011 -- Fällt aus!! Neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben -- : „Sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten. Männer und Frauen als Täter / Täterinnen und Opfer“ mit Dr. Regina Mühlhäuser

Veranstaltungsort jeweils: Pavillon (Hannover, Lister Meile 4)
Beginn jeweils: 19.00 Uhr

Ausführliche und aktuelle Informationen auf: www.frieden-hannover.de.

Rasse gibt es nicht: Der Band „Gemachte Differenz“ ist ein wichtiger Beitrag gegen aktuelle Rassismen in biologischer und medizinischer Forschung

Der Band „Gemachte Differenz“ muss unbedingter Bestandteil jedes sozial- und kulturwissenschaftlichen sowie biologischen und medizinischen Studiums werden. Historisch, sozialwissenschaftlich und biologisch gleichermaßen fundiert, werden in dem Buch Kontinuität und Neuetablierung rassistischer Konzepte in Biologie und Medizin in den Blick gerückt. Auch BiologInnen und MedizinerInnen werden sich den Kritiken auf Grund der auch biologisch und medizinisch fachlich sehr guten Qualität der Beiträge in Zukunft nicht entziehen können.

Weiter gehts mit der Rezension bei literaturkritik.de: hier

AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.)
Gemachte Differenz: Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte
ISBN: 978-3-89771-475-5
Preis: 19.80 Euro
Erschienen bei: Unrast-Verlag