Archiv für Oktober 2008

Neuerscheinung: Coffey et al.: Queer leben – Queer labeln? (Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen

Cover queer leben

    Coffey et al.
    queer leben – queer labeln? (Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen.
    Freiburg: fwpf-Verlag, 2008.
    ISBN: 978-3-939348-14-6

    Aus der Buchbeschreibung:

    Queer lebt sich! Voll im Trend scheint die quirlig-queere Szene, die sich Geschlechter aneignet wie den neuesten Schick. Alles Jacke wie Hose? Oder steckt hinter dem Label von queer ein queerender Protest, der über die reine Austauschbarkeit geschlechtlicher und somit gesellschaftlicher Kategorien hinausweist? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach und versucht das Queerende aus verschiedenen Kontexten heraus zu filtrieren und in sie hinein zu denken sowie nach möglichen Handlungsalternativen zu suchen. Denn das Private ist schon längst politisch, nur muss es auch wieder einmal gesagt sein dürfen. Daher wird nicht nur wild wissenschaftlich gestikuliert, sondern kritisch politisiert. Im Fokus stehen entgegen einem ausschließlich wissenschaftlichen Mehrwert die Lebenspraxen und Verhandlungsräume einer sich nicht-heteronormativ gestaltenden (Sub-)Kultur.

    U.a. darin: Voß, Heinz-Jürgen: Wie für Dich gemacht: die gesellschaftliche Herstellung biologischen Geschlechts. (S.153-167)

    Mehr Informationen und Inhaltsverzeichnis:
    http://www.fwpf.de/index.php?isbn=9783939348146

Medizin vor Gericht – Gibt es nach einem Gerichtsurteil (02/2008) eine neue Situation Intersexueller in der BRD?

Christiane Völling war mit einer Klage vor dem Kölner Landgericht erfolgreich. Sie hatte eine (männlich sozialisierte) Chirurgin* auf Schmerzensgeld verklagt, die ihr vor 30 Jahren innere, als geschlechtlich betrachtete Merkmale entfernt hatte. Das Gericht sprach ihr am 6. Februar 2008 ein Anrecht auf Schmerzensgeld zu, dessen Höhe in einem weiteren Prozess zu verhandeln sei. Als Begründung für die Entscheidung führte das Gericht an, dass Völling durch die Medizinerinnen nicht ausreichend aufgeklärt worden sei. (mehr…)

Transgender oder drittes Geschlecht – ein Leben zwischen den Geschlechtern*

Viele von uns sind es gewohnt ganz selbstverständlich banal, binär zu denken. Wir unterscheiden gut und böse, schwarz und weiß, Natur und Kultur, Mann und Frau. Erst im nächstem Atemzug und auf Ansprache sind wir in der Lage unsere Unterteilungen an Hand ausgewählter Merkmale zu begründen und ggf. auch Schattierungen und Abweichungen aufzuzeigen. Wenden wir uns hier der Dichotomie ‚Männer’ und ‚Frauen’ etwas genauer zu. (mehr…)

Die Rückkehr der Geschlechterbinarität – und ein wirksames Gegengift: selber Denken.

„Es ist, als müßte um jeden Preis ein Fehltritt vermieden werden; am besten bewahrt uns vor einem solchen Fehltritt eine sexuelle Differenzierung, die auf den ersten Blick erkennen läßt, ob ein bestimmtes Individuum zu der Gruppe möglicher Sexualobjekte gehört oder nicht.“
(A. G. Düttmann, nach: Hirschauer, 1999 S.62)

Insbesondere die Frauenbewegungen aber auch Erkenntnisse anschließend an die „Bisexualitäts-Theorie“ haben Geschlecht als kulturell konstruiert ausgewiesen und breit in biologische Forschungen und medizinische Behandlungen Eingang halten lassen. Jeder Mensch sei Mann und Frau, trage Eigenschaften von beiden Geschlechtern in sich, die sich später durch Sozialisationsprozesse mehr oder weniger eingeschlechtlich ausformen würden (Bisexualitäts-Theorie). Diese Vorannahme fand in medizinischen Programmen zur Behandlung von Menschen mit „uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen“ Umsetzung, wobei – wie bei allen Kindern – zunächst über Klitoris/Penislänge bestimmt wird, ob es sich um einen ‚Jungen’ oder ein ‚Mädchen’ handele. (mehr…)

Neuerscheinung: Freikamp et al.: Kritik mit Methode? Forschungsmethoden und Gesellschaftskritik

    Freikamp et al.
    Kritik mit Methode? Forschungsmethoden und Gesellschaftskritik (Texte 42).
    Berlin: Karl Dietz Verlag, 2008.
    ISBN 978-3-320-02136-8

    Aus der Einleitung:

    Mit der Kritischen Diskursanalyse, der Kritischen Psychologie und der Kritischen Theorie gibt es Wissenschaftskonzeptionen, die sich in ihrer Grundanlage als explizit gesellschaftskritisch begreifen. Gerade die beiden erstgenannten sind im engeren Sinne Methodenprogramme, die das kritische Selbstverständnis einlösen sollen. Diesen Anspruch nahm der HerausgeberInnenkreis zum Anlass, in einem Sammelband das Verhältnis von (sozialwissenschaftlichen) Methoden und Gesellschaftskritik zu beleuchten. Viele Fragen stellten sich, zu deren Beantwortung der vorliegende Band einen ersten Schritt gehen möchte. Welche Methoden erheben explizit den Anspruch kritisch zu sein und worin begründet sich dieser? Gibt es Methoden, die, auch ohne diesen Anspruch zu erheben, über ein besonderes kritisches Potenzial verfügen? Welche Kritikbegriffe liegen diesen zugrunde? Von welchem Standpunkt kritisiert die KritikerIn?

    U.a. darin: Voß, Heinz-Jürgen: Feministische Wissenschaftskritik am Beispiel der Naturwissenschaft Biologie. (S.233-252)

    Mehr Infos und es gibt dort das Buch auch zum kostenlosen Download:
    http://www.rosaluxemburgstiftung.de/index.php?id=15868&type=0

Rezension: Junge et al.: Marginalisierte Körper

Marginalisierte Körper

    Torsten Junge, Imke Schmincke (Hg.):
    Marginalisierte Körper. Beiträge zur Soziologie und Geschichte des anderen Körpers.
    Münster: Unrast-Verlag 2007.
    ISBN 978-3-89771-460-1

    Für Arbeitsprozesse werden Körper normiert, um sie bestmöglich und gewinnbringend verwerten zu können. Sie sollen funktionieren – tun sie es nicht, stehen sie am Rand. Aber auch im Konsum- und Freizeitbereich werden Normen gesetzt – nicht von einer „repressiven Macht“, sondern durch die Mitwirkung aller Beteiligten. Ausgehend von einer insbesondere Foucault’schen Perspektive setzen die Beiträge des Sammelbandes einige an den Rand gedrängte Körper ins Licht. Mit welchen körperlichen Merkmalen wird man an den Rand gedrängt? Welche körperlichen Merkmale werden darüber hinaus eigens erdacht, um antisemitische, rassistische, sexistische Ausschlüsse zu vollziehen? Dieses Buch bietet lesenswerte historische und aktuelle Einblicke an; geschrieben sind sie zumeist von lange an entsprechenden Thematiken arbeitenden Wissenschaftler/-innen, von deren Arbeiten die Lesende hier knapp gefasst partizipieren kann.

    Vollständige Rezension unter: http://querelles-net.de/2008-25/text25voss_junge_schmincke.shtml

Rezension: Bock von Wülfingen: Genetisierung der Zeugung

Genetisierung der Zeugung

    Bettina Bock von Wülfingen
    Genetisierung der Zeugung. Eine Diskurs- und Metaphernanalyse reproduktionsgenetischer Zukünfte.
    Bielefeld: transcript 2007.
    ISBN 978-3-89942-579-6

    Intensive Auseinandersetzungen werden um Reproduktions- und Gentechnologien geführt. Für viele Menschen ist dabei ganz klar, ob sie eine befürwortende oder ablehnende Haltung dazu einnehmen. Menschen, die sich Kinder (mit eigenen Genen) wünschen, allerdings nicht in der Lage sind, diese – allein oder mit ihren Partner/-innen – zu bekommen, finden in der bundesdeutschen Debatte um Reproduktions- und Gentechnologien bislang kaum Gehör (S. 237-241). Gerade an diese wenden sich in Populärmedien ‚Expert/-innen‘, die Reproduktions- und Gentechnologien befürworten. Sie versprechen, den Wunsch nach einem Kind (mit eigenen Genen) zu erfüllen. Als Vorteile von Reproduktions- und Gentechnologien werden nicht in erster Linie der Schutz vor Erbkrankheiten, sondern die Ermöglichung von Gesundheit und die Wahl von Merkmalen in den Vordergrund gestellt. Die Selbstbestimmung des Individuums (durch Überwindung von Unzulänglichkeiten der ‚Natur‘) wird als möglich dargestellt (S. 107). Bock von Wülfingen analysierte Beiträge von Reproduktions- und Gentechnologien befürwortenden und in diesen Bereichen tätigen ‚Expert/-innen‘ in deutschsprachigen Populärmedien aus dem Zeitraum von 1995 bis 2003. Diese unterzog sie einer Diskurs- und Metaphernanalyse und bekam durch ihren Fokus auf die Befürwortung von Reproduktions- und Gentechnologien sich zuspitzende Erwartungshaltungen in den Blick. Interessant ist Bock von Wülfingens Arbeit für all diejenigen, die den Horizont bisheriger Debatten um Reproduktions- und Gentechnologien erweitern möchten.

    Vollständige Rezension unter: http://www.querelles-net.de/2007-23/text23voss_bock_von_wuelfingen.shtml

Hallo

Hallo und herzlich willkommen! Das ist ein neues Blog, das sich explizit der gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts und (feministischen) Kritiken an der Wissenschaft Biologie zuwendet. Mitarbeit ist herzlich willkommen: Schickt dazu Themen und Linkvorschläge, Hinweise auf Bücher oder ähnliches einfach an blog (at) schwule-seite.de – oder nutzt zum Diskutieren und für spannende Hinweise die Kommentar-Funktion. Es sollte doch gelacht sein, wenn Geschlecht nicht ein Ende finden würde :-)

sich erweiternde SexKritische Literaturliste

Guter Film, um Diskussionen zu eröffnen:

Homoelektrik, Leipzig (2009): „Doktorspiele“ – oder: Welches Geschlecht hat Mutti Natur? zum Film

Ebenfalls sehr sehenswert:
Maria Helena (2011): „Stimme X/Y“ – oder: – Wenn die Stimme irritiert. Film mit Tino (Valentin). zum Film

Und ein weiteres Video:
Voß, H.-J. (2011): „Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht“, gehalten in Gießen. zum Film

Vorträge zum Anhören:

Palm, K. (2009): Die Natur der Schönheit. (Kritische Betrachtungen zur evolutionstheoretische Attraktivitätsforschung) Zum Vortrag UND Zum Lesen

Palm, K. (2009): Was kann die biologische Forschung über Geschlechterunterschiede aussagen? Zum Vortrag

Voß, H.-J. (2010): Das Geschlecht der Gleichen. Entsprechungen und Gleichheit von Mann und Frau in biologischen Geschlechtertheorien. Zum Vortrag

Butler, J. (2011): Gender Performance. (Butler erläutert u.a. den Unterschied zwischen „…Gender is performed…“ und „…Gender is performative…“) Video hier online.

(Etwas anderes Thema: Voß, H.-J. (2011): Queer und Kapitalimsuskritik (bzw. Geschlecht und kapitalistische Produktionsweise). Zum Vortrag – dort unter 2.)

Zur populären Annäherung:

Bahnsen, U. (2008): Erbgut in Auflösung: Das Genom galt als unveränderlicher Bauplan des Menschen, der zu Beginn unseres Lebens festgelegt wird. Von dieser Idee muss sich die Wissenschaft verabschieden. In Wirklichkeit sind unsere Erbanlagen in ständigem Wandel begriffen. ZEIT Online

Jordan, Kirsten, Quaiser-Pohl, Claudia. Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken und Männer ihnen Recht geben. Über Schwächen, die gar keine sind. DtV 2007.

Schmitz, S. (2006): »Niemand weiß, ob eine Frau oder ein Mann das Werkzeug erfunden hat« ZEIT Online

Schmitz, S. (2004): Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn? Über den Geschlechterdeterminismus in der Hirnforschung und Ansätze zu seiner Dekonstruktion. Forum Wissenschaft, 4 (2004).
Online: http://www.linksnet.de/de/artikel/19193

Zur wissenschaftlichen Annäherung:

Online:

Butler, Judith. Doing Justice to Someone – Sex Reassignment and Allegories of Transsexuality. GLQ, 7 (2001), 4, 621-636 (In deutscher Übersetzung: Butler, Judith. Jemandem gerecht werden – Geschlechtsangleichung und Allegorien der Transsexualität. Das Argument, 242 (2002)
Online: http://www.linksnet.de/de/artikel/18051 ).

Klinge, I., Wiesemann, C. (2010): Sex and Gender in Biomedicine : Theories, Methodologies, Results. Universitätsverlag, Göttingen. (als Volltext Online)

Fausto-Sterling, Anne: The Five Sexes – Why Male and Female Are Not Enough. The Sciences, March/April 1993, S.19-25.
Online: http://bms.brown.edu/faculty/f/afs/fivesexesprnt.pdf

Fausto-Sterling, Anne: The Five Sexes, Revisited – The Varieties of Sex Will Test Medical Values and Social Norms. The Sciences, July/August 2000, S.17-23.
Online: http://bms.brown.edu/faculty/f/afs/5sexesrevprnt.pdf

Palm, K. (2012): Kontextualisierte Epigenetik. GID 212 (Juni 2012): 33-35. Online.

Schmitz, Sigrid: Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn? Über den Geschlechterdeterminismus in der Hirnforschung und Ansätze zu seiner Dekonstruktion. Forum Wissenschaft, 4 (2004).
Online: http://www.linksnet.de/de/artikel/19193

Taylor, T. J. (1992): Twin Studies of Homosexuality. Dissertation, Trinity College Cambridge. (Online) (Zwillingsstudien mit Fragen zu Homosexualität werden kritisch betrachtet und in der Heterogenität ihrer Ergebnisse vorgestellt.)

Voß, H.-J. (2008): Feministische Wissenschaftskritik am Beispiel der Naturwissenschaft Biologie. In: Freikamp, U., Leanza, M., Mende, J., Müller, S., Ullrich, P., Voß, H.-J. (Hrsg.): Kritik mit Methode? Forschungsmethoden und Gesellschaftskritik (Texte 42). Karl Dietz Verlag, Berlin, S.233-252.
Online: http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Texte-42.pdf

Voß, Heinz-Jürgen (2009): Angeboren oder entwickelt? Zur Biologie der GEschlechtsbestimmung. GID Spezial, 9: S.13-20. (Hier mit freundlicher Einwilligung der Redaktion als Volltext online.)

Voß, H.-J. (2010): Alles bio? Auch aus biologischer Sicht gibt es mehr als zwei Geschlechter. analyse & kritik, 547: S.10, Online.

Voss, H.-J. (2011): Sex In The Making – A Biological Approach. Online, pdf.

Gedruckt:

1-0-1 [one ‚o one] (Hg.). Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung. Berlin. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst 2005.

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Birke, L., Hubbard, R. (Hrsg., 1995): Reinventing Biology – Respect for Life and the Creation of Knowledge, Bloomington.

Bleier, R. (1984): Science and Gender – A Critique of Biology and Its Theories on Women, New York.

Burren, Susanne, Rieder, Katrin. Organismus und Geschlecht in der genetischen Forschung. Eine wissenssoziologische Studie. Bern. Institut für Soziologie 2003 (Erstaufl. 2000).

Butler, Judith. Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt/Main. Suhrkamp 1991 (engl. 1990).

Butler, Judith. Körper von Gewicht. Frankfurt/Main. Suhrkamp 1997 (engl. 1993).

Degele, N., Schmitz, S., Mangelsdorf, M., Gramespacher, E. (2010): Gendered Bodies in Motion. Budrich Verlag, Opladen.

Ebeling, Kirsten Smilla. Die Fortpflanzung der Geschlechterverhältnisse. Das metaphorische Feld der Parthenogenese in der Evolutionsbiologie. NUT-Schriftenreihe Band 9. Mössingen-Thalheim. Talheimer Verlag 2002.

Ebeling, Kirsten Smilla, Schmitz, Sigrid (Hrsg.): Geschlechterforschung und Naturwissenschaften – Einführung in ein komplexes Wechselspiel. Wiesbaden. VS Verlag 2006.

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Fausto-Sterling, A.: Sexing the Body – Gender Politics and the Construction of Sexuality. New York 2000.

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Hirschauer, S.: Die soziale Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 46 (1994), 4, 668-692.

Hund, W. D. (2008): Ein Traum der Vernunft – Das weiße Eutopia des James Watson. Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 11/2008. Online

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Keller, E. F. (2001 [engl. 2000]): Das Jahrhundert des Gens. Campus, Frankfurt M./New York.

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Mußmann, Frank. Komplexe Natur – Komplexe Wissenschaft. Selbstorganisation, Chaos, Komplexität und der Durchbruch des Systemdenkens in den Naturwissenschaften. Opladen. Leske/Budrich 1995.

Orland, B., Scheich, E. (Hrsg.): Das Geschlecht der Natur – feministische Beiträge zur Geschichte und Theorie der Naturwissenschaften. Suhrkamp, Frankfurt/Main.

Palm, K. (2008): Das Geschäft der Pflanze ist dem Weib übertragen … die Pflanze selbst hat aber kein Leben – Zur vergeschlechtlichten Stufenordnung des Lebens im ausgehenden 18. Jahrhundert. In: Esders, K., Lucht, P., Paulitz, T. (Hrsg.): Recodierungen des Wissens: Stand und Perspektiven der Geschlechterforschung in Naturwissenschaft und Technik. Campus Verlag, Frankfurt/Main, New York, S.197-211.

Satzinger, H. (2009): Differenz und Vererbung: Geschlechterordnungen in der Genetik und Hormonforschung 1890-1950. Böhlau Verlag, Köln etc.

Scheich, E. (1993): Naturbeherrschung und Weiblichkeit. Denkformen und Phantasmen der modernen Naturwissenschaften (Feministische Theorie und Politik, Band 6). Centaurus-Verlagsgesellschaft, Pfaffenweiler.

Schiebinger, L. (1986): Skeletons in the Closet: The First Illustration of the Female Skeleton in Nineteenth-Century Anatomy. Representations, Spring 1986; 14: 42-82.

Schiebinger, L. (1993 (engl. 1989)): Schöne Geister – Frauen in den Anfängen der modernen Wissenschaft. Klett-Cotta, Stuttgart.

Schiebinger, L. (1993 (engl. 1990)): Anatomie der Differenz. „Rasse“ und Geschlecht in der Naturwissenschaft des 18. Jahrhunderts (übersetzt von C. Opitz). Feministische Studien, 11 (1): S.48-64.

Schiebinger, L. (1995 (engl. 1993)): Am Busen der Natur: Erkenntnis und Geschlecht in den Anfängen der Wissenschaft (aus dem Englischen übersetzt von Margit Bergner und Monika Noll). Klett-Cotta, Stuttgart.

Schiebinger, L. (1995): Das private Leben der Pflanzen: Geschlechterpolitik bei Carl von Linné und Erasmus Darwin. In: Orland, B., Scheich, E. (Hrsg.): Das Geschlecht der Natur – feministische Beiträge zur Geschichte und Theorie der Naturwissenschaften. Suhrkamp, Frankfurt/Main, S.245-269.

Schmitz, S. (2006): Geschlechtergrenzen. Geschlechtsentwicklung, Intersex und Transsex im Spannungsfeld zwischen biologischer Determination und kultureller Konstruktion. In: Ebeling, Kirsten Smilla, Schmitz, Sigrid (Hg.): Geschlechterforschung und Naturwissenschaften – Einführung in ein komplexes Wechselspiel. Wiesbaden. VS Verlag 2006, 33-56.

Schmitz, S. (2006): Hirnbilder im Wandel Kritische Gedanken zum ’sexed brain‘. In: Mauss, Bärbel, Petersen, Barbara (Hg.): Das Geschlecht der Biologie. NUT-Schriftenreihe Band 11. Mössingen-Thalheim. Talheimer Verlag 2006, 61-92.

Spanier, B. (1995): Im/Partial Science: Gender Ideology in Molecular Biology. Indiana University Press.

Voß, H.-J. (2008): Wie für Dich gemacht: die gesellschaftliche Herstellung biologischen Geschlechts. In: Coffey, J. et al. (Hrsg.): Queer leben – queer labeln? (Wissenschafts-)kritische Kopfmassagen. fwpf Verlag, Freiburg, S.153-167.

Voß, H.-J. (2010): Alles bio? Auch aus biologischer Sicht gibt es mehr als zwei Geschlechter. analyse & kritik, 547: S.10, Online.

Voß, H.-J. (2010): Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. Transcript Verlag, Bielefeld.

Voß, H.-J. (2011): Geschlecht: Wider die Natürlichkeit (Reihe theorie.org). Schmetterling Verlag, Stuttgart.

Voß, H.-J. (2012): Intersexualität – Intersex: Eine Intervention. Unrast-Verlag, Münster.

Voß, H.-J. (2013): Biologie & Homosexualität: Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext. Unrast, Münster.

Eine Übersicht über weitere Literatur gibts hier, beim AK ANNA